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Nr. 20 Frühjahr 2007

Zwischen Wissenschaftlichkeit und Ideologie

Der Marxismus hat sich lange Zeit auf die Wissenschaftlichkeit als unzerstörbares Fundament seiner Weltanschauung berufen. Dieser Anspruch gipfelte in der These, dass sich der Marxismus Kraft seines wissenschaftlichen Charakters historisch als politisches Projekt durchsetzen müsse. Damit wurde eine Verknüpfung der konkreten, politischen Kämpfe mit den philosophischen und geschichtsphilosophischen Problemstellungen betrieben. Die konkreten, politischen Kämpfe wurden somit als Realisierungen dieser metaphysischen Kraft, die eben der Wissenschaftlichkeit des Marxismus entspringen würde, begriffen.


1. Wissenschaftlichkeit

Der Begriff der Wissenschaft ist dabei jenseits und diesseits seiner eigenen Grenzen zu bestimmen. In der klassischen Engelschen Konzeption entwickelt sich die Wissenschaft aus dem Reich der Unwissenheit allmählich heraus. Durch die „Entdeckungen“ des historischen Materialismus und der Politischen Ökonomie wird der Sozialismus zur Wissenschaft. (1) Aufgrund der Herausbildung einer neuen Gesellschaftsformation entwickelt sich das dazu passende Bewusstsein, dass sich durch die möglichst adäquate Erfassung der Wirklichkeit auszeichnen würde. Die Wissenschaftlichkeit spiegelt dabei zwei Dimensionen wider. Einerseits erfasst das Bewusstsein das Verhältnis der Produkte des Erkenntnisprozesses zur gesellschaftlichen Realität. Andererseits ist es aber durch einen historischen, gesellschaftlichen Prozess begründet, der sich allmählich, stufenweise dem Stadium der Emanzipation nähert.
Wenn der Marxismus in diesem Sinne das Argument für sich in Anspruch nimmt, wissenschaftlich zu sein, dann referiert er vor allem auf das Verhältnis von Erkenntnis und Realität. Die Fähigkeit in die Gesellschaft revolutionär einzugreifen, seine gesellschaftstransformierende Kraft, speist er vor allem daraus. Damit berührt die Frage der Wissenschaftlichkeit sein politisches Herzstück, nämlich die Frage nach seinem revolutionären Potential. Dabei haben zwei Argumente diesem Anspruch enorm zugesetzt. Auf einer politisch-praktischen Ebene hat der Sozialismus bewiesen, dass seine Geschichtsmächtigkeit doch zumindest zeitlich begrenzt war. Wie konnte der Sozialismus zugrunde gehen, wenn er doch die Realität viel besser erfasse, als die „bürgerliche“ Wissenschaft? Dieser Frage könnte man leicht ausweichen mit dem Hinweis auf den Bürokratismus, auf den Stalinismus oder auf den 20. Parteitag. Doch gerade in Hinblick auf eine tatsächliche Erneuerung seines wissenschaftlichen Anspruchs müssen wir die Wissenschaftlichkeit des Marxismus ernsthaft in Frage stellen.
Man könnte diesem politisch-praktischen Problem auch so begegnen, indem man seine philosophische Geschichtsmächtigkeit weiterhin argumentiert, die Probleme aber der konkreten Realisierung zuschreibt. Jedoch auch auf der philosophischen Ebene ist der Wissenschaftlichkeitsanspruch des Marxismus Angriffen ausgesetzt. Es gab immer wieder philosophische Strömungen, die den wissenschaftlichen Charakter des Marxismus leugneten. Waren diese früher vor allem unter dem Banner des Positivismus und Empirismus aufgetreten, so erheben heute vor allem postmoderne Philosophien den Vorwurf gegen den Marxismus, jedoch aus einer veränderten Perspektive. Dabei wird die Möglichkeit einer Philosophie wissenschaftlich zu sein, gänzlich geleugnet und damit auch dem Marxismus abgesprochen.
Die Postmoderne zieht sich in ihrer philosophischen Debatte auf einen Standpunkt des mehr oder weniger grundsätzlichen Agnostizismus zurück. Die Positionierungen schwanken dabei von einer Unerkennbarkeit der Welt bis hin zu einer Belanglosigkeit der gesellschaftlichen Wirklichkeit für das „Sprachspiel“ der Wissenschaft. Damit wird das Verhältnis von Erkenntnis und Realität weitgehend ignoriert oder sogar offen angegriffen. Denken wird, um es in orthodoxer Weise zu formulieren, der Abbildcharakter abgesprochen. Dieses philosophische Argument trifft aber den Kern des marxistischen Wissenschaftlichkeitsanspruchs. (2)
Es gibt also sowohl auf einer praktisch-politische als auch auf einer philosophischen Ebene gewichtige Einwände gegen den wissenschaftlichen Charakter des Marxismus. Aus marxistischer Perspektive müssen wir uns diesen Einwänden stellen und diese immer wieder neu aufarbeiten. Damit fällt uns die Aufgabe zu, den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit ständig neu theoretisch zu begründen. Dabei reicht es nicht aus, alte Formeln den Kritikern entgegen zu halten, sondern wir müssen auf die neuen Bedingungen der philosophischen Debatte eingehen. Der marxistische Wissenschaftlichkeitsanspruch muss sich durch die Auseinandersetzung mit seinen Kritikern und Skeptikern ständig weiter entwickeln. Durch den Kritizismus wird er auf eine neue Grundlage gestellt. Diese neue Grundlage muss aber die Problemstellungen der Kritiker integrieren können. Gleichzeitig muss er aber genügend „stark“ bleiben, um seine revolutionäre Antriebskraft nicht zu verlieren.
Ausgangspunkt unserer Überlegungen muss weiterhin der grundlegende Doppelcharakter der Wissenschaftlichkeit bleiben. Dieser Doppelcharakter äußert sich darin, dass Wissenschaftlichkeit in irgendeiner Weise die Objektivität der Erkenntnis gewährleisten muss und sich andererseits auf gesellschaftliche Interessen bezieht. Außerdem müssen wir in dieser Begrifflichkeit weiterhin sicher stellen, dass sie sich sowohl auf die Form als auch auf den Inhalt wissenschaftlicher Erkenntnisse bezieht. Denn gerade die Diskursanalyse ignoriert jeden inhaltlichen Bezug und konzentriert sich nur mehr auf formale Fragestellungen. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht die enormen Bereicherungen der formalen und organisatorischen Analysen vom Tisch wischen. Ein marxistischer Begriff von Wissenschaftlichkeit muss in diesen Spannungsverhältnissen neu konstituiert werden, um seine revolutionäre Kraft zu erhalten.
Wissenschaftlichkeit hat sich immer wieder im Verhältnis zum Konzept der Ideologie bewegt. Denn insbesondere die klassische Ideologiekritik wollte durch die wissenschaftliche Entlarvung der Ideologie als Mythos die Ideologien vernichten. Gerade die Marxschen und Engelschen Gegenüberstellungen der empirischen, positiven Wissenschaften gegenüber der spekulativen Philosophie gingen in diese Richtung. Die Wissenschaft sollte die Ideologie ablösen. Doch mit Lenin und insbesondere mit Gramsci setzte eine Reinterpretation dieser Fragestellungen ein.

2. Ideologiekritik

Ausgangspunkt der Debatte über Ideologie bei Marx und Engels waren die Diskussionen der Junghegelianer in den 1840er Jahren. Innerhalb dieser geistigen, philosophischen Strömung gab es eine starke Tendenz, quasi mit dem französischen Materialismus den spekulativen Idealismus auszuräuchern. (3) Dabei sieht Engels diese philosophische Konstellation vor einem politischen Hintergrund: Der spekulative Idealismus verteidigte die reaktionären Zustände in Deutschland, wohingegen die fortschrittlichen Kräfte eine materialistische Position einnahmen.
In dieser geistigen und politischen Konstellation wurde eine spezielle Begrifflichkeit von Ideologie und Wissenschaftlichkeit herausgebildet, welche die historischen Problemstellungen zu bewältigen versuchte. Ideologie wurde vor allem unter dem Blickwinkel der Ideologiekritik verstanden. Unter diesem Banner sollte die Reaktion geschlagen werden und die Berufung auf die positiven, empirischen Wissenschaften spielte dabei eine große Rolle. Es sollte bloßgelegt werden, dass Ideologie zur Verschleierung der tatsächlichen Verhältnisse diene. Der Begriff der Ideologie rückte dabei sehr stark in die Nähe von Illusion, wobei eben diese Illusionen den Herrschenden als Legitimierung ihrer Machtverhältnissen diene. (4)
Ausgehend von der Ideologiekritik wurde der Begriff Ideologie also vor allem als Illusion begriffen. Ihr wurden die tatsächlichen, die positiven Erkenntnisse der Wissenschaft gegenüber gestellt. Ideologie hatte zu diesem Zeitpunkt in der marxistischen Debatte, soweit man in ihren Ursprüngen davon sprechen kann, vor allem einen ablehnenden, polemischen Charakter. Der Begriff diente als Kampfmittel, um ihn den politischen Gegnern vorwerfen zu können. Dies geschah unter dem Banner der Wissenschaftlichkeit, die in den politischen und philosophischen Kämpfen die Ideologie vernichten sollte. Dort wo die Wissenschaft beginnt, dort würde die Ideologie enden. „Da, wo die Spekulation aufhört, beim wirklichen Leben, beginnt also die wirkliche, positive Wissenschaft, die Darstellung der praktischen Betätigung, des praktischen Entwicklungsprozesses der Menschen. Die Phrasen vom Bewusstsein hören auf, wirkliches Wissen muss an ihre Stelle treten. Die selbständige Philosophie verliert mit der Darstellung der Wirklichkeit ihr Existenzmedium.“ (5)
Ihre Ideologiekritik und die Betonung der Wissenschaft führten Marx und Engels zu der Annahme, dass die Philosophie überhaupt ihre Berechtigung verlieren würde. Im Kampf gegen das Hegelsche System der spekulativen Philosophie zogen Marx und Engels mit dem Begriff der positiven Wissenschaft ins Feld, der die Philosophie überhaupt und insbesondere die Metaphysik aufheben sollte. Die Philosophie sollte durch eine reine Darstellung der Realität, wie sie sei, abgelöst werden. „Wenn wir den Weltschematismus nicht aus dem Kopf, sondern bloß vermittelst des Kopfs aus der wirklichen Welt, die Grundsätze des Seins aus dem, was ist, ableiten, so brauchen wir dazu keine Philosophie, sondern positive Kenntnisse von der Welt und was in ihr vorgeht; und was dabei herauskommt, ist ebenfalls keine Philosophie, sondern positive Wissenschaft.“ (6)
Diese Ausführungen zeigen schon die Problemstellungen, die sich in den Ursprüngen der marxistischen Philosophie ankündigten: Der Begriff der Wissenschaftlichkeit wurde als mächtiger Koloss entwickelt, der der Reaktion entgegen gehalten wurde; ein allzu starker Glaube an die positive Wissenschaft, eine Ablehnung der Ideologie respektive der Philosophie als solcher. Dies legte die Grundlage dafür, dass in der Zweiten Internationale die positivistischen Tendenzen immer stärker werden konnten. Der Begriff der Illusion hingegen wurde zur Gänze auf seine soziale Bestimmung zurückgeführt. Ideologie in diesem Verständnis ist ein bloßer Ausdruck der Interessen der herrschenden Klasse. (7) Die Problematik liegt nun in der strengen Dichotomie: Auf der einen Seite die Erkenntnis über die tatsächliche Realität, wie sie ist, und auf der anderen Seite die Illusion, das Hirngespenst, das ausgetrieben werden muss.
Im marxistischen Begriff des Bewusstseins, das sowohl Ideologie als auch Erkenntnis umfasst, sind diese zwei Elemente vereint: Die gesellschaftliche Idee kann eine Erkenntnis über Wirklichkeit sein, sie kann diese, um einen Ausspruch von Engels zu verwenden, fotografieren beziehungsweise kopieren. Gleichzeitig entspringt die gesellschaftliche Idee den sozialen Verhältnissen. Sie dient der herrschenden Klasse zur Legitimierung ihrer Herrschaft und die wesentliche Aufgabe der Ideologiekritik ist es, dies bloß zu legen. Darin ist eine Widersprüchlichkeit verborgen, die man in ihrer ganzen Dynamik erfassen muss. Der ursprüngliche Entwurf zur Lösung dieser Antinomie war die strikte Trennung von Wissenschaft und Ideologie.
Marx und Engels hatten in ihrer Begrifflichkeit von Wissenschaftlichkeit und Ideologie bestimmte konkrete, historische Aufgaben bewältigt. Insbesondere wurde die Ideologiekritik im Kampf gegen die spekulative Philosophie ins Feld geführt. Gleichzeitig barg sie aber schon gewisse Probleme, die sich später weiter entfalten sollten. Insbesondere die einseitige Interpretation von wissenschaftlicher Erkenntnis als adäquate Wirklichkeitserfassung förderte eine Tendenz zum Positivismus. Die soziale Determiniertheit von gesellschaftlichen Ideen wurde, ebenfalls einseitig, als Illusion begriffen.
Die Bourgeoisie sei demnach unfähig, die Realität adäquat zu erfassen und würde sich notgedrungen in Illusionen verstricken. Lediglich das Proletariat kann in dieser Konzeption Einsicht in die Realität gewinnen, in diesem Sinne verfolge es eben keine Ideologie, sondern Ideologiekritik. Der sozialen Determiniertheit von Ideologie im Sinne einer Illusion wird die positive Erkenntnis gegenübergestellt. In gewisser Weise produziert somit diese Form der Ideologiekritik einen positivistischen Begriff der Wissenschaftlichkeit. Der Begriff der Ideologie als klassendeterminierte Illusion tendiert zu einem Begriff der positiven Erkenntnis als seine Antithese.
Eine wesentliche Aufgabenstellung der marxistischen Philosophie war es, aus dieser positivistischen Sackgasse heraus zu kommen. Es war notwendig, die starre Gegenüberstellung von Ideologie als Illusion und Erkenntnis der Realität zu überwinden.
Dabei ist man gleichzeitig auf die Problemstellung einer zu starren, mechanischen Auffassung der Subjekt-Objekt-Beziehung gestoßen. Denn die ursprüngliche Konzeption tendierte in die Richtung die objektive Realität starr vom Subjekt zu trennen. Die aktive Rolle des Subjektes wurde dabei weitestgehend ignoriert und der Weg zu einem mechanischen Objektivismus geebnet. Dies rührte vor allem aus der Frontstellung zur spekulativen Philosophie, die gerade die Einheit von Subjekt und Objekt proklamierte. Diese historische Konstellation, die schroffe Gegenüberstellung von Materialismus und spekulativer Philosophie, brachte diesen Ideologiebegriff innerhalb des Marxismus hervor.

3. Die Rehabilitierung der Ideologie

Lenin war nun derjenige Theoretiker innerhalb der marxistischen Philosophie, der den Ideologiebegriff neu anreicherte. Er bekämpfte auf verschiedenen, sowohl praktisch-politischen als auch theoretischen Ebenen mechanistische und ökonomistische Tendenzen. In der Begrifflichkeit von Ideologie und Wissenschaftlichkeit führte dieser Kampf zu ganz spezifischen Konstellationen.
Innerhalb des theoretischen Werkes von Lenin lassen sich in Bezug auf den Ideologie-Begriff zwei sich durchaus widersprechende Positionen ausmachen. Auf der einen Seite war Lenins Werk gekennzeichnet durch das Festhalten und durch die Vertiefung der Widerspiegelungsmetapher. In dieser Konzeption konnte Ideologie nur als Reflex der Materie betrachtet werden. Das Bewusstsein wird in dieser Metapher immer einer relativen Passivität gegenüber der Materie erliegen. Diese Passivität des Subjekts innerhalb der Widerspiegelungstheorie unterstützte in gewisser Weise neuartige, positivistische Tendenzen. Gleichzeitig stellte aber Lenin die politische Forderung, dass eine fest umrissene, sozialistische Ideologie geschaffen werden muss. Erst diese Ideologie kann das Subjekt der Arbeiterklasse seiner historischen Bestimmung zuführen. Damit gewinnt aber Ideologie eine entscheidende Bedeutung und sie kann keinesfalls mehr allein unter dem Gesichtspunkt des Reflexes begriffen werden.
Lenin stellt selbst die Widerspiegelungstheorie als erkenntnistheoretisches Pendant zum Materialismus in das Zentrum seines philosophischen Vermächtnisses. Diese geht davon aus, dass die Außenwelt als objektive Realität unabhängig vom menschlichen Bewusstsein existiere. Diese objektive Realität wird als Abbild ins Bewusstsein gespiegelt. „Der ‘naive Realismus’ eines jeden gesunden Menschen, der nicht im Irrenhaus oder bei den idealistischen Philosophen in der Lehre war, besteht in der Annahme, dass die Dinge, die Umgebung, die Welt unabhängig von unserer Empfindung, von unserem Bewusstsein, von unserem Ich und dem Menschen überhaupt existieren. [...] Unsere Empfindungen, unser Bewusstsein sind nur das Abbild der Außenwelt, und es ist selbstverständlich, dass ein Abbild nicht ohne das Abgebildete existieren kann, das Abgebildete aber unabhängig von dem Abbildenden existiert.“ (8) Lenin stellt sich hier bewusst auf den Standpunkt eines „naiven Realismus“ und beruft sich dabei auf den gesunden Menschenverstand. Alle Einwände diesbezüglich fegt er mit dem Vorwurf des Sophismus vom Tisch.
Dass sich hier eine problematische Situation für die marxistische Philosophie ergeben hatte, merkte schon Althusser an. In den grundlegenden Linien seiner Philosophie vertritt er zwar einen starren Positivismus, doch in der konkreten Auseinandersetzung mit der Leninschen Philosophie hatte er einiges geleistet. So merkte er an, dass die Widerspiegelungsmetapher nur einen vorläufigen Charakter haben kann und dass Lenin sich in der philosophischen Diskussion hier absichtlich auf einen naiven Realismus, auf eine vorkantianische Position zurückzieht, als Polemik gegen seine Widersacher. (9)
Innerhalb der Widerspiegelungstheorie bleiben verschiedene Probleme offen und harren weiterhin einer befriedigenden Bearbeitung. Die scharfe Trennung von Subjekt und Objekt erscheint auf den ersten Blick wenig überzeugend. Wenn wir uns an Lenins Formulierung halten, so existiere die Welt unabhängig vom Menschen überhaupt. In diesem Sinne können wir uns den Menschen nur als passives Abgebildetsein vorstellen. Doch der Mensch ist aktives Subjekt, er schafft durch seine Praxis gesellschaftliche Verhältnisse, er schafft damit die Objekte seiner Erkenntnis selbst. Dieses Phänomen ist in der Abbildtheorie aber nur als Anomalie, als Rückwirkungsmechanismus erklärbar. Der Begriff der Praxis wird zwar von Lenin eingeführt, als allgemeines Regulativ, um festzustellen, ob eine Erkenntnis wahr sei oder falsch. Darüber hinaus kann sie aber in dieser Konzeption nicht bestimmend eingreifen.
Auf einer praktisch-politischen Ebene kommt Lenin aber auf durchaus andere Ergebnisse, als in seinen philosophischen Überlegungen im engeren Sinne. Denn ausgehend von seinen Thesen in „Was tun?“ hat Ideologie einen großen Stellenwert in der Herausbildung des politischen Subjektes zur Transformation der Gesellschaft. Ideologie kann dabei nicht mehr als bloßer Reflex auf gesellschaftliche Verhältnisse verstanden werden. Denn wenn Ideologie bloßes Abbild wäre, warum entspringt sie dann nicht spontan aus den unterdrückten Klassen, aus den sozialen Verhältnissen der Unterdrückten? Doch gerade Lenin hatte festgestellt, dass dies eben nicht der Fall ist. Die revolutionäre Ideologie entspringt nicht spontan aus der Arbeiterbewegung, sondern sie muss bewusst hinein transportiert werden. Dies kann man einfach abtun mit der Bemerkung, dass „bürgerliche“ Elemente dafür verantwortlich seien. Doch gemessen daran, dass diese Erkenntnis einen Eckpfeiler seiner politischen Theorie darstellt, ist diese Antwort wenig befriedigend.
„Aber der Sozialismus, als Ideologie des proletarischen Klassenkampfes, ist den allgemeinen Bedingungen der Entstehung, Entwicklung und Festigung einer Ideologie untergeordnet, d.h., er fußt auf dem gesamten Rüstzeug des menschlichen Wissens, setzt eine hohe Entwicklung der Wissenschaft voraus, erfordert wissenschaftliche Arbeit usw. usf. In den Klassenkampf des Proletariats, der sich auf dem Boden der kapitalistischen Verhältnisse spontan entwickelt, wird der Sozialismus von den Ideologen hineingetragen.“ (10) In dieser politischen Konzeption ist Ideologie kein passiver Reflex, sondern sie muss bewusst in die Massen getragen werden, damit diese zu einem aktiven Subjekt der Revolution gemacht werden. Dies kontrastiert mit der ursprünglichen Vorstellung von Ideologie, die dem Marxismus als möglichst adäquate Erfassung der Realität gegenüber gestellt wurde. Ideologie wird hier zu einem System von Anschauungen und Vorstellungen, die den Massen attraktiv gemacht werden müssen, damit diese sich zu einem Subjekt heranbilden.
Die Objektivität einer Ideologie, womit die Wissenschaftlichkeit einer Ideologie verbunden ist, ergibt sich für Lenin aus ihrem Verhältnis zur absoluten Wahrheit. Ideologien würden sich historisch immer mehr der absoluten Wahrheit annähern, ohne sie jemals erreichen zu können. „Geschichtlich bedingt sind die Konturen des Bildes, unbedingt aber ist, dass dieses Bild ein objektiv existierendes Modell wiedergibt. [...] Kurzum, geschichtlich bedingt ist jede Ideologie, unbedingt aber ist, dass jeder wissenschaftlichen Ideologie (zum Unterschied beispielsweise von der religiösen) die objektive Wahrheit, die absolute Natur entspricht.“ (11) Lenin unterscheidet also nicht mehr zwischen Ideologie und Wissenschaft, sondern zwischen wissenschaftlicher Ideologie und nichtwissenschaftlicher Ideologie. Das stellte eine markante Verschiebung in der Begrifflichkeit des Ideologischen innerhalb der marxistischen Philosophie dar. Das grundsätzliche Projekt der Bekämpfung von Ideologie wird von Lenin aufgegeben zugunsten eines Projektes der Verbreiterung einer wissenschaftlichen Ideologie: des Marxismus.
Marxismus wird somit zur wissenschaftlichen Ideologie. Wissenschaftlich ist er, da er die Realität am adäquatesten, in Relation zu den anderen historischen philosophischen Strömungen, zu erfassen vermag. Gleichzeitig wird ihm aber die Funktionsweise einer Ideologie zugesprochen. Der Marxismus muss aktiv von Ideologen in den Massen verbreitet werden. Damit hat Lenin eine gewisse Verschiebung und Bearbeitung der Aufgabenstellungen in Bezug auf den Ideologiebegriff bewältigt. Er hatte eine teilweise Loslösung vom kruden Positivismus der Zweiten Internationale geschaffen. Gleichzeitig hatte er aber vor allem mit der Widerspiegelungstheorie neuartige, positivistische Tendenzen hervorgebracht.


3. Gramscis Ideologiebegriff

Gramsci führt den Kritizismus an den positivistischen Tendenzen innerhalb der marxistischen Philosophie weiter. Er schaffte dafür einen Ideologiebegriff, der sich in mancherlei Hinsicht abhebt von der früheren Begrifflichkeit. Gramsci formuliert zunächst eine Kritik an der Widerspiegelungstheorie, ohne jedoch Lenin direkt anzusprechen. Er greift in diesem Zusammenhang Bucharin an, der in diesen Positionen jedoch wenig von Engels und Lenin abweicht. Der Kritizismus von Gramsci ist daher umfassender zu verstehen und muss auf das gesamte Theorem der Widerspiegelung bezogen werden.
Gramsci formuliert eine Kritik an einem mechanischen Objektivismus. Er greift die starre Trennung zwischen einer Außenwelt, der objektiven Realität, und der Innenwelt, dem Bewusstsein, an. Ihn erscheint diese starre Dichotomie nicht sinnvoll und nicht haltbar. Für ihn liegt das Problem im Begriff der objektiven Realität selbst. Denn in der Form, wie sie Bucharin entwirft, würde diese objektive Realität außerhalb des Menschen existieren und damit auch außerhalb der Geschichte des Menschen. (12)
Gramsci geht in seinem Kritizismus sogar so weit, dass er die Trennung zwischen Außenwelt und Subjekt auf einen religiösen Glauben zurückführt. Religion habe nämlich immer schon die objektive Existenz eines Gottes behauptet. Diese Vorstellung würde auch mit dem klassischen Idealismus kollidieren, da dieser die Außenwelt aus dem Geist ableite. Gramsci bezieht sich hier ausschließlich auf einen subjektiven Idealismus und ignoriert dabei den objektiven. Dennoch legt er seinen Finger auf einen wunden Punkt der marxistischen Philosophie. Denn die strenge Dichotomie Subjekt - Objekt bereitete gewisse Schwierigkeiten.
Der Marxismus entstand in Aufhebung verschiedener subjektivistischer Auffassungen, welche die Realität vom Standpunkt des Subjektes aus begreifen wollten. Der Marxismus könne nach Gramsci aber diese subjektivistischen Auffassungen zu einem gewissen Grade in sich aufheben, er könne die teilweise berechtigten Ansprüche in eine neue Sprache übersetzen. Durch eine Historisierung der Problemstellung treten zu verschiedenen Zeitpunkten der Geschichte unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund: Ab einer gewissen gesellschaftlichen Stufe ginge es gerade darum, dass der menschliche Geist die Gesellschaft bewusst herstelle. Damit würde aber der Idee des Idealismus zu einen gewissen Grad recht gegeben. (13)
Wie können wir nun das Verhältnis von Ideologie und Objektivität ausgehend von diesem Kritizismus fassen? Gramscis macht dazu folgenden Vorschlag: „Objektiv bedeutet immer ‚menschlich objektiv’, was die genaue Entsprechung zu ‚geschichtlich subjektiv’ sein kann, objektiv würde demnach ‚universell subjektiv’ bedeuten. Der Mensch erkennt objektiv, insofern die Erkenntnis für die gesamte in einem einheitlichen kulturellen System geschichtlich vereinte menschliche Gattung wirklich ist; aber dieser geschichtliche Vereinigungsprozess erfolgt mit dem Verschwinden der inneren Widersprüche, welche die menschliche Gesellschaft zerreißen, Widersprüche, die die Bedingung für die Gruppenbildung und für die Entstehung der Ideologien sind, die nicht konkret universell sind, sondern durch den praktischen Ursprung ihrer Substanz unmittelbar hinfällig gemacht werden. Es gibt daher einen Kampf um die Objektivität (um sich von den partiellen und trügerischen Ideologien zu befreien), und dieser Kampf ist der Kampf um die kulturelle Vereinigung der menschlichen Gattung selbst.“ (14)
In diesen Ausführungen sind zwei Aspekte entscheidend. Objektiv bedeutet in diesem Verständnis historisch subjektiv. Das, was für eine bestimmte Gesellschaft unter bestimmten historischen Bedingungen objektive Gültigkeit hat, wird in einem geschichtlichen Prozess subjektiv hergestellt. Das gesellschaftliche Subjekt schafft in einem historischen Prozess die Objektivität, es stellt diese her. Damit wird im historischen Prozess die Grenze zwischen Objektivität und Subjektivität ständig überschritten. In einem dialektischen Prozess entfaltet sich die Objektivität aus der Subjektivität und vice versa. Gleichzeitig determiniert aber die Objektivität weiterhin die Beschaffenheit der historisch gewordenen Subjektivität.
Des Weiteren müssen wir feststellen, dass Gramsci hier den Versuch unternimmt, seine Überlegungen in Beziehung zu den Klassenverhältnissen zu setzen. Erkenntnisse erlangen in dem Maße Objektivität, in dem sie universalisiert werden. Damit steht die Klassenspaltung einer Gesellschaft der Objektivität grundsätzlich entgegen. Die Subjekte universalisieren ihre Erkenntnisse durch die Überwindung der Klassenantagonismen. Damit, mit der Überwindung der Klassenwidersprüche, wird letztendlich die Objektivität hergestellt.

4. Objektivität als politische Aufgabe

Innerhalb der marxistischen Debatte gab es also ernorme Verschiebungen in der Begrifflichkeit von Ideologie und Wissenschaftlichkeit. Diese Verschiebungen und Brüche waren zumeist auch verbunden mit politischen Fragestellungen. Denn die theoretischen Fragestellungen und Diskussionen waren eingebettet in breitere, politische Konstellationen. So ist etwa die Widersprüchlichkeit von Lenins Ideologie-Begriff vor allem aus dieser politischen Konstellation erklärbar. Denn Lenin versuchte dabei unterschiedliche Problemstellungen zu bearbeiten.
Marx und Engels waren sehr stark durch ihre Frontstellung zum spekulativen Idealismus geprägt. Sie versuchten dem durch Ideologiekritik Herr zu werden, doch führte sie dies geradewegs in eine strenge Dichotomie von Ideologie und Wissenschaft. Positivistische und mechanistische Tendenzen wurden dadurch gefordert und konnten sich in der historischen Entwicklung der Zweiten Internationale zur Gänze herausbilden.
Lenin hatte den Versuch unternommen, aus dieser Sackgasse hinauszuführen. Er bekämpfte die positivistischen und mechanistischen Strömungen der Zweiten Internationale. In dieser Bestrebung hatte er den Ideologiebegriff aus seinem vollständigen und einseitigen Gegensatz zur Wissenschaft herausgelöst und ein Stück weit rehabilitiert. Ideologie musste nun verbreitert und attraktiv gemacht werden, um ein emanzipatorisches Subjekt zu schaffen. Lenin integrierte Funktionen der Ideologie in den Begriff der Wissenschaftlichkeit des Marxismus.
Gramsci wandte sich vollständig gegen einen mechanischen Objektivismus, der sich vor allem, ausgehend von der Widerspiegelungstheorie, nun in der Dritten Internationale verbreitet hatte. Er versuchte diesen Objektivismus zu überwinden und stellte die Beziehung zwischen Subjekt und Objekt in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Wenn aber Objektivität geschichtliche Subjektivität ist, wenn sie also in einem historischen Vereinigungsprozess hergestellt werden muss, dann erhält auch der Begriff der Wissenschaftlichkeit neue Dimensionen. Der Anspruch auf Wissenschaftlichkeit des Marxismus muss demnach in einem historisch-politischen Prozess hergestellt werden, indem er universell subjektiv und damit menschlich objektiv wird. Das ist die Pointe an Gramscis Objektivitätsbegriff: Er muss politisch erkämpft werden. Damit wird die Einheit von Subjekt und Objekt, die Grundthese des spekulativen Idealismus, als untergeordnetes Element in die materialistische Philosophie integriert. Untergeordnet ist es deshalb, da es grundsätzlich dem Primat der Materie nachgeordnet sein muss. Außerdem muss diese Einheit immer in Bezug auf die grundsätzliche Objektivität der Materie gedacht werden.
Die heutige Position muss versuchen, die widersprüchlichen Anforderungen des Begriffs der Objektivität zu erfüllen und gleichzeitig an die geschilderten Problemstellungen der historischen Debatte anzuknüpfen. Aus heutiger Sicht ist es notwendig, den mechanischen Objektivismus mehr denn je in Frage zu stellen. Mit dem Scheitern des realen Sozialismus ist nicht nur ein politisches, sondern auch ein philosophisches Projekt gescheitert. Im Bewusstsein dieser Niederlage müssen wir die Begrifflichkeiten neu fassen.
Der Begriff der Ideologie reflektiert sowohl inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte. Inhaltlich ist er sozial bestimmt und formal ist er in gesellschaftliche Strukturen und Organisationsformen eingebettet. Grundsätzlich ist jede Ideologie durch zwei Elemente charakterisiert: Die Übereinstimmung des Erkenntnisresultats mit der objektiven Realität sowie die Bestimmtheit durch die sozialen Verhältnisse. Doch dabei gilt es zu bedenken, dass die objektive Realität selbst Ausfluss der subjektiven Praxis ist, dass sie subjektiv hergestellt wird, wenn auch nicht aus freien Stücken.
Wissenschaftliche Ideologie kann sich nur durch ihre spezifische Methodologie unterscheiden. Denn der Anspruch, allein wissenschaftliche Ideologie könne Realität adäquat erfassen, ignoriert die Komplexität des Ideologiebegriffs. Denn dieser Anspruch resultiert vor allem aus der Annahme, dass die objektive Realität die treibende Kraft ist und das Bewusstsein diese abbilde.
Für bürgerliche Wissenschaften und für Wissenschaften im akademischen Rahmen mag der Anspruch auf Übereinstimmung genügen, wobei gerade hier die Objektivität auf intersubjektive Mitteilbarkeit reduziert wird. Die bürgerliche Wissenschaft kapituliert vor der Herausforderung und zieht sich auf diese subjektivistische Position zurück. Aus marxistischer Perspektive müssen wir den strengen Begriff der Objektivität als Übereinstimmung erhalten und ihn mit den Herausforderungen der Subjektivität anreichern. Wenn wir aus marxistischer Perspektive von Objektivität sprechen, so muss dies mehr umfassen, als bloße Übereinstimmung. Denn die Stärke des Marxismus müsste gerade darin bestehen, dass er die Verhältnisse schafft, damit sie mit seinen Ideen übereinstimmen. Seine Objektivität gründet sich also vielmehr darauf, dass er die Grenzen des Intellektuellen überschreitet und von einer subjektiven Kraft zu einer menschlich objektiven wird. Der marxistische Objektivitätsbegriff muss, um seinen revolutionären Anspruch erfüllen zu können, die Grenzen von Objektivität und Subjektivität überschreiten. Hier kann man viele Einwände einbringen; zum Beispiel, dass man zwischen analytischen und normativen Gesichtspunkten des Marxismus unterscheiden müsse; dass diese Konzeption eine subjektivistische Tendenz habe usw. Diese Einwände sind wichtig und man muss sie überdenken. Dennoch denken wir, dass die Grundlinie richtig ist und in diesem Sinne weiter ausgearbeitet werden muss.
Wir können uns heute nicht mehr auf den Standpunkt der Klassiker zurückziehen und meinen, dass der Marxismus die adäquateste Erfassung der Realität sei. Damit sei er per se politisch richtig und eine geschichtsmächtige Ideologie. So meinte noch Lenin: „Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist.“ (15) Wir müssen heute, ausgehend von den Problemstellungen, die sich mit diesem Objektivismus ergeben hatten, etwas neues vorschlagen. Wir müssen ein attraktives Projekt des Marxismus vorschlagen, wir müssen historisch für die Durchsetzung dieses Projektes kämpfen und stellen damit dessen Objektivität her. Wir müssen dafür kämpfen, dass der Marxismus von einer subjektiven Kraft zu einer menschlich objektiven wird. In Paraphrasierung Lenins möchte man überspitzt formulieren: „Erst wenn der Marxismus allmächtig ist, wird er wahr werden!“

Sebastian Baryli

(1) Engels, Friedrich: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft. In: Marx, Karl; Engels, Friedrich: Werke. Band 19. 9. Aufl. Berlin 1987, S. 208f.
(2) Metscher, Thomas: Postmoderne und imperialistische Gesellschaft. In: Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung. 2005 (16. Jg. ), 62 der Gesamtfolge, S. 109–135.
(3) Engels, Friedrich: Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie. In: Marx, Karl; Engels, Friedrich: Werke. Band 21. 8. Aufl. Berlin 1984, S. 272.
(4) Marx, Karl; Engels, Friedrich: Die deutsche Ideologie. In: Dies.: Werke. Band 3. 9. Aufl. Berlin 1990, S. 40.
(5) Ebenda, S. 27.
(6) Engels, Friedrich: Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft. In: Marx, Karl; Engels, Friedrich: Werke. Band 20. 10. Aufl. Berlin 1990, S. 34.
(7) Marx, Karl; Engels, Friedrich: Die deutsche Ideologie. In: Dies.: Werke. Band 3. 9. Aufl. Berlin 1990, S. 46.
(8) Lenin, Wladimir Iljitsch: Materialismus und Empiriokritizismus. In: Ders.: Werke. Band 14. 11. Aufl. Berlin 1989, S. 61.
(9) Althusser, Louis: Lenin und die Philosophie. Reinbek bei Hamburg 1974. (= Rowohlts Deutsche Enzyklopädie. 371)
(10) Lenin, Wladimir Iljitsch: Brief an den „Nordbund“. In: Ders.: Werke. Band 6. 8. Aufl. Berlin 1986, S. 155.
(11) Lenin, Wladimir Iljitsch: Materialismus und Empiriokritizismus. In: Ders.: Werke. Band 14. 11. Aufl. Berlin 1989, S. 130f.
(12) Gramsci, Antonio: Gefängnishefte. Kritische Ausgabe. Band 6: 10. und 11. Heft. Hamburg 1994, H. 11, § 17, S. 1411.
(13) Ebenda, S. 1409.
(14) Ebenda, S. 1411f.
(15) Lenin, Wladimir Iljitsch: Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus. In: Ders.: Werke. Band 19. 7. Auflage. Berlin 1985, S. 3.