Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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 Aktuell

Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

 Ausgaben

Nr. 21 Herbst 2007
Nr. 20 Frühjahr 2007
Nr. 19 November 2006
Nr. 18 Mai 2006
Nr. 17 Februar 2006
Nr. 16 November 2005
Nr. 15 Juni 2005
Nr. 14 April 2005
Nr. 13 November 2004
Nr. 12 September 2004
Nr. 11 Mai 2004
Nr. 10 Jänner 2004
Nr. 9 November 2003
Nr. 8 September 2003
Nr. 7 Mai 2003
Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 18 Mai 2006

Editorial


Lassen wir einmal andere zu Wort kommen. Es schreibt der Wiener Standard, den deutschen Bundestagsvorsitzenden Thierse wiedergebend:
„Europa stecke in einer krisenhaften Situation, „die man nicht einfach gesundschlafen kann“. Der Kontinent laboriere an einer “inneren und äußeren Erschöpfung” und einer tiefreichenden “Selbstunsicherheit hinsichtlich seiner eigenen Finalität”.
Das ist interessant. Wenn seine Antworten auch nicht den unseren entsprechen, so sind doch die Fragen die Richtigen und die Einschätzung einer gesellschaftlichen Krise ebenfalls zutreffend. Diese Ausgabe der bruchlinien macht sich wieder auf die Suche nach Perspektive und „Finalität“: Stefan Hirsch sucht nach Antworten auf die ewige Strukturkrise der europäischen Wirtschaft. Willi Langthaler sieht die Zeit für einen „kommunistischen Neubeginn“ gekommen. In zwei Beiträgen über die Situation in Lateinamerika wird versucht den Wandel der politischen Landschaft durch die neuesten Linksregierungen zu verstehen – Alberto Hijars Einschätzung der mexikanischen Linken lässt aber auch Rückschlüsse auf die Perspektiven der Antiglobalisierungsbewegung zu.
Weiterer Schwerpunkt ist wieder einmal der imperiale Terrorkrieg: Ein Beitrag von Doris Höflmayer über Palästina nach dem Wahlsieg der Hamas und die westlichen Reaktionen, Willi Langthaler über den drohenden Angriff auf den Iran und ein Interview mit Bahar Kimyongür, den die belgische Justiz für die Übersetzung eines Flugblattes zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt hat. Es bewahrheitet sich wieder: Wer Krieg führen will, wird auch die Schrauben der Repression im eigenen Land anziehen.
Dritter Schwerpunkt dieser Ausgabe sind drei Beiträge zur marxistischen Philosophie und politischen Theorie: Einmal über einen kommunistischen Neubeginn, einmal über Ernst Fischer, sowie Thesen des italienischen Philosophen Costanzo Preve über den Idealismus bei Karl Marx.
Außerdem, ganz ohne Schwerpunkt, aber trotzdem interessant, eine Einschätzung des chinesischen „Wirtschaftswunder“.
Die Fotostrecke wurde Impressionen einer antiimperialistischen Delegation entnommen, die im Jänner 2006 Venezuela besuchte. Das Titelbild zeigt ein Graffiti aus Caracas.

Die Redaktion wünscht viel Spass beim Lesen.