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Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

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Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 16 November 2005

Marxismus, Idealismus und Postmoderne

Die Frontstellung zwischen Marxismus und Postmoderne hat in den letzten Jahren oftmals Anlass für Diskussionen und Erörterungen gegeben. Wenn man heute eine Krise des Marxismus feststellen kann, dann liegt das teilweise an der Art wie von marxistischer Seite diese Debatte geführt wurde. Es ist Zeit für eine seriöse Auseinandersetzung.


Werner Seppmann hat mit seinem Werk „Das Ende der Gesellschaftskritik“ (1) einen grundlegenden Beitrag zur Analyse der Postmoderne aus marxistischer Perspektive geliefert. Diese relativ neuartige Konstellation in der Philosophie rückt eine Problematik in den Vordergrund, die bisher kaum berücksichtigt wurde. Seit der Engel’schen Formulierung wurde die Philosophiegeschichte als dialektische Entwicklung von materialistischen und idealistischen Strömungen aufgefasst. Doch diese These hilft bei den aktuellen Problemstellungen kaum. Die Gegenüberstellung von Marxismus und Postmoderne als Ausdruck des Widerspruchs zwischen Materialismus und Idealismus aufzufassen, erfasst die wesentlichen Seiten dieser neuen Konstellation nicht. Die historische Gegenüberstellung von Materialismus und Idealismus entsprang einer spezifischen Situation in der Philosophiegeschichte, die damit beschäftigt war, sich am Werk Hegels abzuarbeiten. Wir stehen aber heute vor neuartigen Herausforderungen und wir dürfen nicht den Fehler begehen, mit alten Schablonen an diese neuen Problemstellungen heranzugehen. Der Marxismus kann sich nur in der lebendigen Auseinandersetzung mit diesen neuen Herausforderungen weiterentwickeln. Das bedeutet, dass die Konfrontation mit der Postmoderne nicht zu einer Affirmation alter Grundsätze führen soll, sondern neue Erkenntnisse für den Marxismus provozieren kann.
Die Postmoderne hat im letzten Jahrzehnt eine außergewöhnliche Stellung in der Philosophie erhalten. Bei ihrem Eintritt in die Philosophiegeschichte stellte sie sich als vermeintlich radikale, linke Kritik an bestehenden philosophischen Strömungen, insbesondere an der Aufklärung dar. Heute begegnet uns die Postmoderne auf allen Ebenen, im Alltagsbewusstsein genauso wie in der akademischen Diskussion als umfassende Macht. Dieses Paradoxon der Postmoderne, einerseits sich als radikale Kritik zu gebärden und andererseits als herrschende Macht aufzutreten, (2) ist eine wesentliche Problemstellung für die Analyse dieses Phänomens. Der Marxismus muss sich nun dieser paradoxen Herausforderung stellen. Auf der einen Seite muss er den Machtpositionen der Postmoderne entgegentreten, auf der anderen Seite muss er bestimmte Kritikpunkte ernst nehmen und sich an der Auseinandersetzung mit der Postmoderne weiter entwickeln. Dies kann nicht durch eine einfache Wiederholung alter Konzepte geschehen. Die von der Postmoderne aufgeworfenen Probleme innerhalb der marxistischen Philosophie können nicht einfach ignoriert werden, sondern diese warten auf eine gründliche, ernsthafte Bearbeitung.

Der Marxismus als Aufklärung

Der Marxismus hat sich immer sehr stark als Bestandteil und Fortsetzung der Aufklärung begriffen. So kommt beispielsweise Hans Heinz Holz bei der Analyse der Aktualität des Kommunistischen Manifests zu der Schlussfolgerung: „Das ist die Einlösung des Versprechens der Moderne. Es ist die Perspektive, die das Kommunistische Manifest eröffnet: Freiheit als vernünftige Ordnung des Notwendigen...“ (3) Der Marxismus wird hier als Fortsetzung der Aufklärung gedacht, wobei der Mangel der Aufklärung vor allem darin besteht, dass sie die gemachten Versprechungen nicht einzulösen vermag. Erst der Marxismus hat die Fähigkeit diese Versprechungen einzulösen. Doch soll der Marxismus an diesen Versprechungen festhalten? Soll er an einer eschatologischen Idee der Emanzipation des gesellschaftlichen Subjektes, soll er am Gedanken des geschichtlichen Fortschritts überhaupt festhalten?
Mit diesen Fragestellungen ist auch schon angedeutet, wo die wesentlichen, gemeinsamen Grundlagen der Aufklärung und des Marxismus liegen. (4) Zunächst einmal verfolgen beide philosophischen Strömungen das Projekt einer gesellschaftlichen Emanzipation. Das bedeutet, dass davon ausgegangen wird, dass die gesellschaftlichen Subjekte in einer Situation der Unmündigkeit oder einer Situation der Unterdrückung leben. Dieser Zustand soll überwunden werden, wobei der Bewusstwerdung dieser Unmündigkeit bzw. der Unterdrückung ein entscheidender Stellenwert im Prozess der Emanzipation zukommt. Obwohl der Marxismus als entscheidendes Moment der Emanzipation die gesellschaftliche Praxis, als deren Gipfel die soziale Revolution betrachtet wird, anerkennt, spielt der Prozess der Bewusstwerdung eine entscheidende Rolle. Vereinfachend gesagt, kann sich das Proletariat nur dann zum revolutionären Subjekt erheben, wenn es sich von der Klasse an sich zur Klasse für sich entwickelt. Das bedeutet, dass der gesellschaftlichen Praxis ein Prozess vorangeht, in dem sich die Subjekte, insbesondere das Proletariat, über ihre eigene Situation im Klaren werden, die Fesseln erkennen, um sie dann zu sprengen.
Mit dem Gedanken der Emanzipation ist jener des Fortschritts eng verbunden. Die Geschichte wird als Prozess des schrittweisen Heraustretens aus der Unmündigkeit, als Heraustreten aus der Unterdrückung betrachtet. Damit wird eine vernünftige Ordnung errichtet, in welcher der Mensch über die natürlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse herrscht. Durch die allmähliche Einsicht in die gesellschaftlichen Bedingungen kann er seine Abhängigkeit von diesen Bedingungen überwinden, indem er sie als vernünftig anerkennt oder sie neu gestaltet.
Hier wird auch ein weiteres Element der Gemeinsamkeit von Aufklärung und Marxismus sichtbar. Der Möglichkeit zur Einsicht in die gesellschaftlichen Bedingungen sind grundsätzlich kaum Grenzen gesetzt. Die Kritik an den bestehenden Verhältnissen kann durch den Einsatz der Vernunft alle Bereiche erfassen. Dieser erkenntnistheoretische Hyperoptimismus ist im Marxismus zwar abgeschwächt, doch bleibt er im Kern erhalten. Der Erkenntnisprozess in der Menschheitsgeschichte wird als Asymptote aufgefasst, die die Realität zwar niemals vollständig erfassen kann, sich ihr aber immer mehr annähert. Die Metapher der Asymptote lässt jedoch einige Probleme außer Acht, die vor allem die Rolle der Vernunft im Erkenntnisprozess betreffen. Gibt es Bereiche, die durch vernünftige Erkenntnis nicht zugänglich sind? Ist die Vernunft, die Einsicht in eine vernünftige Ordnung für alle gleichmäßig zugänglich? Gibt es nicht unterschiedliche Rationalitäten und damit auch unterschiedliche Formen der Erkenntnis?
In der Tradition der Aufklärung gab es unterschiedliche Entwicklungen. So gab es vor allem in Frankreich seit Denis Diderot eine materialistische Schule der Aufklärung, wohingegen in Deutschland mit Kant und Hegel vor allem die idealistische Tradition vorherrschte. Man sieht also, dass es schon innerhalb der Strömung der Aufklärung verschiedene Brüche zwischen einer materialistischen und einer idealistischen Linie gab. Der Bruch, den nun Marx und Engels vollzogen hatten, war jener vom sogenannten mechanischen zum dialektischen Materialismus. Die entscheidende Konstellation zu diesem Zeitpunkt war die Konfrontation zwischen Materialismus und Idealismus. Die Religionskritik der Aufklärung führte bei Marx und Engels zu einer materialistischen Position, die mit dem Idealismus als solchen und damit auch mit den idealistischen Strömungen innerhalb der Aufklärung brachen. Dennoch waren Marx und Engels in der Tradition der Aufklärung verwurzelt. Im Marxismus gab es nie einen scharfen Bruch mit dem Projekt der Aufklärung als solchem, sondern immer nur mit den idealistischen Strömungen der Aufklärung.
„Aber seiner theoretischen Form nach erscheint er [der moderne Sozialismus, S.B.] anfänglich als eine weitergetriebene, angeblich konsequentere Fortführung der von den großen französischen Aufklärern des 18. Jahrhunderts aufgestellten Grundsätze.“ (5) In dieser zitierten Stelle aus der Schrift von Engels „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“ wird das Verhältnis des Marxismus zur Aufklärung deutlich. Inhaltlich versteht er sich als Erneuerung, als Anschauung einer neuen Klasse, des Proletariats. Seiner Form nach steht er aber in der Tradition der bürgerlichen Aufklärung. Es gibt also gleichzeitig ein Element der Identifikation und ein Element der Distanzierung zur Aufklärung. So meint Engels weiter: „Wir wissen jetzt, dass dies Reich der Vernunft weiter nichts war als das idealisierte Reich der Bourgeoisie...“ (6) Das philosophische Verhältnis des „modernen Sozialismus“ spiegelte das politische Verhältnis des Proletariats zur Bourgeoisie in der demokratischen Revolution 1848 wieder. Das Proletariat sollte ein Bündnis mit der Bourgeoisie anstreben und gleichzeitig über die demokratische Revolution hinausgehen. Die Schwäche der Bourgeoisie in der demokratischen Revolution, der Verrat an der konsequenten Haltung des Proletariats, entspricht den nicht eingelösten Versprechungen der idealistischen Strömung der Aufklärung.

Irrationalismus als Gegenaufklärung

Seit der Aufklärung gab es aber immer auch philosophische Strömungen, welche gegen diese gerichtet waren. Diese Strömungen versuchten vor allem die Rolle der Vernunft und den Gedanken des Fortschritts zu verneinen oder zu relativieren. Der Irrationalismus war und ist ein solcher Versuch der Gegenaufklärung. Der traditionelle Marxismus hat irrationalistische Strömungen vor allem anhand von drei Elementen versucht zu definieren. (7) Erstens relativieren oder verneinen sie die Position der Vernunft im Erkenntnisprozess. Sie machen geltend, dass auch durch andere Mittel Einsichten gewonnen werden können, wie etwa durch Emotionen oder Intuitionen. Dies ist zumeist verbunden mit einem zweiten Element: dem Antirealismus. Da ein rationaler Zugang zur Realität nicht mehr gegeben ist, wird das Konzept einer Realität außerhalb des menschlichen Bewusstseins überhaupt fragwürdig. Die Erkenntnis der objektiven Realität wird dann durch Mythen ersetzt, welche als drittes Element irrationalistische Strömungen charakterisieren.
In den Siebziger Jahren kam es aufgrund der Studentenrevolte zu einem Erstarken aufklärerischer Tendenzen. Die Gedanken der Aufklärung wurden wiederbelebt und die Linke versuchte sich abermals in die Tradition der Aufklärung zu stellen. (8) Dies provozierte aber eine neuerliche Bewegung der Gegenaufklärung, die letztendlich in die Postmoderne mündete. Wir müssen die Postmoderne in diesem Sinne als eine Form der Gegenaufklärung, als eine irrationalistische Strömung analysieren. Das Problem der marxistischen Position dabei war jedoch oftmals, dass irrationalistische Strömungen per se als reaktionärste Strömung innerhalb der bürgerlichen Ideologien definiert wurden.
Um einen näheren Einblick in den Irrationalismus gewinnen zu können, ist es notwendig einen kurzen Blick auf die Geschichte dieser Strömung zu werfen. In der ersten Phase des Irrationalismus war der Kampf gegen den bürgerlichen Fortschrittsgedanken entscheidend. (9) Die philosophiegeschichtliche Konstellation zeigt, dass im Irrationalismus durchaus ein antibürgerliches Element enthalten war. In der zweiten Phase der Entwicklung dieser Strömung bemächtigte sich das Bürgertum dieser Ideologie. Der Irrationalismus wandte sich zunehmend nicht nur gegen die Aufklärung, sondern auch gegen den Marxismus. Nun wurde hier der Fortschrittsgedanke kritisiert, der zwar anderes formuliert wurde, jedoch im Kern die Tradition der Aufklärung fortsetzte. Aus marxistischer Perspektive stand man also nicht nur der idealistischen Aufklärung gegenüber, sondern auch der Fortschrittsfeindlichkeit irrationalistischer Strömungen.
Doch gleichzeitig mit der Frontstellung des Irrationalismus gegen den Marxismus wuchs auch dessen Nützlichkeit für das herrschende Bürgertum. Trotz des Widerstandes der bürgerlichen Aufklärung ging der Irrationalismus allmählich eine Verbindung mit dem Bürgertum ein, welche letztendlich im Faschismus ihren Höhepunkt fand. Doch diese Verbindung war keine zwangsläufige, in dem Sinne, dass der Irrationalismus an sich die reaktionärste philosophische Strömung gewesen sei und daher zwangsläufig bei Hitler enden musste. Es war eine historisch spezifische Konstellation, welche zu dieser Verbindung führte.
Aufgrund dieser historischen Konstellation wurde im Marxismus der Irrationalismus immer als reaktionäre Philosophie analysiert. So meint beispielsweise Lukács, der Irrationalismus sei die Hauptströmung der reaktionären Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. (10) Aber auch Manfred Buhr ist der Ansicht: „Der Irrationalismus ist als Lehre eine der reaktionärsten und wissenschaftsfeindlichsten Erscheinungen innerhalb der gegenwärtigen bürgerlichen Philosophie.“ (11) Doch wenn wir bei dieser Analyse stehen bleiben, wenn wir die neuen Entwicklungen der Postmoderne nicht berücksichtigen, dann werden wir den neuen Herausforderungen nicht gewachsen sein. Die Postmoderne ist weder eine der reaktionärsten philosophischen Strömungen, noch kann sie als ein Ausdruck des verfaulenden Kapitalismus analysiert werden.

Postmoderne als Irrationalismus

Die Postmoderne stellt eine neuartige Form irrationalistischer Philosophie dar. Diese Neuartigkeit stellt uns in gewisser Weise vor neue Probleme. Um die Postmoderne näher zu charakterisieren, ist es notwendig deren Grundlagen kurz darzulegen.
Die postmoderne Philosophie geht davon aus, dass die heutige Form der Gesellschaft, die „postindustrielle“ Gesellschaft, wie sie es nennen, ihr Wissen nicht mehr durch „große Erzählungen“ legitimiert. (12) Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Erosion zweier „großer Erzählungen“: der Aufklärung und des spekulativen Idealismus. Diesen würde nun eine Zerstreuung der „Sprachspiele“ folgen (13) oder, anders formuliert, es gibt heute kein philosophisches Projekt mehr, das versucht Ergebnisse einzelner Wissenschaftsgebiete zusammenzufassen. Keine philosophische Schule würde mehr den Anspruch erheben die Totalität der Gesellschaft zu erfassen. Diese These von der Erosion „großer Erzählungen“ stellt in zweifacher Hinsicht einen Angriff auf die Aufklärung dar. Zunächst wird der Aufklärung konkret als philosophischer Strömung ein Prozess der Erosion unterstellt. Dieser Punkt ist auch für Marxisten interessant, da diese Feststellung sicherlich Tendenzen der Wirklichkeit richtig erfasst. Gleichzeitig wird aber das philosophische Projekt der Aufklärung als Erzählung denunziert, womit ein latenter Antirealismus verbunden ist. Denn die Bezeichnung einer philosophischen Strömung als Erzählung und deren Abgrenzung zu anderen Wissenschaften durch linguistische Methoden macht nur dann Sinn, wenn man den Bezug dieser Wissenschaft zur Realität negiert oder zumindest ignoriert.
Die These von der Erosion „großer Erzählungen“ bedeutet zu einem gewissen Grad auch die Verneinung der Kategorie des Allgemeinen. Lyotard geht zwar davon aus, dass weiterhin eine Metasprache existiert, in der die verschiedenen Sprachspiele oder Wissenschaften miteinander kommunizieren können, doch es kommt zu einer Pluralität der formalen und axiomatischen Systeme. (14) Damit wird verneint, dass die einzelnen Wissenschaften als Konkretes auf ein allgemeines philosophisches Projekt bezogen werden können. Diese Verneinung des Allgemeinen bedeutet gleichzeitig, dass eine gesellschaftliche Totalität nicht anerkannt wird, sondern dass sich diese in einzelne Paradoxien auflöst, die Widersprüche nicht dialektisch in einer Einheit aufeinander bezogen sind, sondern voneinander isoliert sind.
Der Antirealismus, der mit dem Begriff der Erzählung verbunden ist, weist auf ein weiteres Kennzeichen postmoderner, philosophischer Strömungen hin: ein erkenntnistheoretischer Agnostizismus. Die Konzepte des Sprachspiels und der Erzählung bei Lyotard beispielsweise erlauben, die Beziehung zwischen Bewusstsein und Realität aufzulösen. Es gibt keine Erkenntnis über ein Objekt, keine Einsicht in reale Bedingungen, sondern nur eine bestimmte Form der Erzählung. Auch hier knüpft die Postmoderne an richtige Erkenntnisse an, ohne diese aber richtig einordnen zu können. Sprache und Kommunikation werden als eine Realität anerkannt, die jedoch verabsolutiert wird und alle anderen Formen der Realität werden daraus abgeleitet. Die Realität selbst, die ja noch weit mehr Bereiche des Sozialen, Ökonomischen, Biologischen usw. umfasst, wird als eine Form der Kommunikation aufgefasst.
Auf dieses Problem antwortet Thomas Metscher, indem er den materiellen Charakter des Diskurses verneint. Er ist der Ansicht, dass nur die natürlich-biologische Ebene und die ökonomisch-soziale Ebene materiellen Charakter haben. Diesen Ebenen stellt er die nicht-materielle Kommunikation gegenüber. (15) Doch Kommunikation und Sprache, der Diskurs in einer Gesellschaft, hat durchaus materiellen Charakter. Diese Problematik streift die allgemeine Problematik des marxistischen Materie-Begriffs. Ohne auf diese Problemstellung näher eingehen zu können, soll hier behauptet werden, dass der Diskurs, die Form der Kommunikation und Sprache, eine materielle Bedingung für das Bewusstsein darstellt. Die Postmoderne ist also kein Antirealismus schlechthin, sondern sie hat die bisher wenig beachtete gesellschaftliche Realität des Diskurses entdeckt, negiert aber alle anderen Formen der Realität oder leitet diese daraus ab, als ein diskursives Konstrukt.
Wenn wir nun versuchen die Postmoderne historisch einzuordnen, so können wir sie als eine Form der Gegenaufklärung in der Nachfolge sowohl der Studentenrevolte 1968 als auch des Scheitern des Sozialismus 1989 auffassen. Damit stellt sie gewissermaßen eine zynische Antwort auf diese entscheidenden Niederlagen der linken Bewegung in Europa dar. Zynisch deshalb, weil sie die aufgeworfenen Probleme nicht einer Lösung zuführen wollen, sondern mit der ständigen Wiederholung ihrer Kritikpunkte destruktiv wirken. Ihre Kritik ist keine ernsthafte Auseinandersetzung mehr, sondern ein Ausdruck von Auflösungstendenzen der alten Linken. Die Postmoderne verstand sich selbst zunächst als linke Kritik, als linke Antwort auf Probleme, welche der Marxismus als „große Erzählung“ aufgeworfen hatte. Die postmodernen Vertreter waren nicht zuletzt auch enttäuschte Linke, die sich auf sprachphilosophische Gebiete zurückzogen. So meint etwa Terry Eagleton, dass die Diskursanalyse jener Bereich sei, der den ehemaligen Linken eine Möglichkeit zum Übergang zum herrschenden Block gibt. (16)
Der Irrationalismus stellt heute ein wesentliches Bindeglied zwischen der ehemaligen Linken von 1968 und dem herrschenden Block von heute dar, aber es macht heute überhaupt keinen Sinn mehr den Irrationalismus in Zusammenhang mit dem Faschismus zu analysieren. Die Postmoderne war durchaus eine Form der Selbstkritik der Linken von 1968, die letztendlich aber in einer Kapitulation geendet hat. Diese Tatsachen müssen bei der Auseinandersetzung mit der Postmoderne berücksichtigt werden.

Irrationalität des Kapitalismus

Für die Analyse der Postmoderne aus marxistischer Perspektive wird auch immer wieder geltend gemacht, dass der Irrationalismus des Kapitalismus einen Irrationalismus in der Philosophie begünstigt. Der Kapitalismus entrationalisiert sich in einem zunehmenden Maße, sodass er zunehmend an vernünftiger Ordnung verliert. Der Irrationalismus sowohl als philosophische Strömung im engeren Sinne als auch als Alltagsbewusstsein - beide sind der Ausdruck dieses Irrationalismus in der Gesellschaft. Damit wird die Postmoderne als aktuelle Form des Irrationalismus zu einer notwendigen Bewusstseinsform des Imperialismus. (17) Die Bewusstseinsform der Postmoderne ist jedoch demzufolge nicht nur notwendiges, sondern auch notwendig falsches Bewusstsein unserer Epoche. Ihr wird zwar zugesprochen, in gewissen Grenzen wahrheitsfähig zu sein, doch gleichzeitig dient es zur Verschleierung der Verhältnisse. Die Postmoderne endet deshalb letztendlich in einer Apologie der Verhältnisse.
Diese These von historischen Notwendigkeit der Postmoderne hat gewisse Vorteile, doch birgt sie gleichzeitig neue Problemstellungen. Die Anerkennung vom notwendigen Zusammenhang zwischen der imperialistischen Gesellschaft speziell in den Metropolen und der Postmoderne als Philosophie erkennt die Postmoderne zumindest als Realität an, mit der man sich auseinandersetzen muss. Sie wird nicht mehr einfach als Störungsfaktor abgetan, sondern als ernste Herausforderung wahrgenommen. Die Postmoderne und der Irrationalismus werden als entscheidend für die Gesellschaft, als „konstitutionell“ für den Imperialismus betrachtet. (18)
Die interessante Problematik ergibt sich aus der Fragestellung, warum der Marxismus von der Irrationalität der Gesellschaft ausgenommen sein sollte. Sind die Ideologen frei von Ideologie? Wenn der Irrationalismus der imperialistischen Gesellschaft den Irrationalismus in der Philosophie hervorruft oder zumindest begünstigt, welchen Einfluss hat diese Tatsache auf die Entwicklung der marxistischen Philosophie? Dieser Problemstellung wird zumeist in der marxistischen Philosophie ausgewichen. Der Marxismus gilt in dieser Debatte als Ausnahmeerscheinung, der unbeeinflusst von den Entwicklungen innerhalb der bürgerlichen Philosophie bleibt. Zumeist wird argumentiert, dass der Irrationalismus der unreflektierte Ausdruck des Irrationalismus in der Gesellschaft wäre, wohingegen der Marxismus diesen in die Analyse einer Totalität einfügen könnte. In vielen Punkten wird der Marxismus als überlegen dargestellt und der Anspruch auf die Erkenntnis der gesellschaftlichen Totalität erneuert.
Doch diese Herangehensweise ist vollkommen steril und undialektisch. Der Marxismus hat sich immer an den Problemen der bürgerlichen Philosophie abgearbeitet. Auch die Philosophie des Marxismus muss in einem materialistischen Zusammenhang gedacht werden. Und das nicht in einem abstrakten, dogmatischen Sinne, dass er etwa Ausdruck des „proletarischen Klassenstandpunktes“ sei, sondern, dass er in einem Zusammenhang mit sozialen Prozessen zu denken ist. Wenn man aus marxistischer Perspektive feststellt, dass der Irrationalismus in der imperialistischen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, so muss sich der Marxismus fragen, ob auch die irrationalistische Philosophie für ihn nicht mehr an Bedeutung gewinnt. Die Probleme, die der Irrationalismus in Bezug auf den Marxismus formuliert hat, müssen in diesen Zeiten immer dringlicher bearbeitet werden. Doch nicht in dem Sinne, dass einfach mechanisch der Irrationalität des Kapitalismus der Plan des Sozialismus gegenübergestellt wird. Wir müssen endlich in der marxistischen Philosophie das Erbe der Aufklärung bewältigen.
In der Gegenüberstellung von der Irrationalität des Imperialismus und der vernünftigen Ordnung des Sozialismus liegt eine weiteres Problem, welches der Marxismus bearbeiten sollte. Die historische Entwicklung zum Sozialismus wird als Entwicklung zur Rationalität, hin zu einer vernünftigen Ordnung verstanden. In dieser Entwicklung gewinnen die rationalen Elemente über irrationale Elemente die Oberhand. Mit dem Begriff der Irrationalität ist also ein Mangel der imperialistischen Gesellschaft angesprochen, den es zu beheben gilt. Die Irrationalität wird letztendlich als eine Erscheinung der Krise des Imperialismus interpretiert. In Anlehnung an Gramsci sieht beispielsweise Metscher die Krise als einen Prozess, in dem das Alte abstirbt, sich aber noch nichts Neues entwickeln kann. (19)
Doch mit dieser Analyse landen wir wieder in der Sackgasse des Imperialismus als verfaultem Kapitalismus, als weltgeschichtlich, höchstes und damit letztes Stadium des Kapitalismus. Man kann in den konkreten Analysen nicht die Augen davor verschließen, dass der Kapitalismus Dynamiken besitzt, die keinesfalls als Krise interpretiert werden können. Außerdem können wir davon ausgehen, dass Lenins Analyse des Imperialismus nicht einfach auf der abstrakten Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen beruhte, sondern auf der ganz konkreten Analyse der damaligen Kräfteverhältnisse. Die Revolutionstheorie Lenins, die Hoffnung auf eine Revolution in Westeuropa, muss dabei mitgedacht werden. Die heutigen Kräfteverhältnisse sehen jedoch vollkommen anders aus. Die Analyse des Imperialismus als verfaulender Kapitalismus ist für heute nicht mehr zutreffend. Wir können den Imperialismus also nicht, wie etwa bei Metscher, als „...Zeitalter einer Krise von weltgeschichtlicher Dimension...“ (20) analysieren.
Dies hat aber weitreichende Konsequenzen für die Analyse der Postmoderne als notwendig falsches Bewusstsein des Imperialismus. Diese ideologischen Strömungen können nicht mehr einfach als Ausdruck der Krise betrachtet werden. Da wir vom heutigen Kapitalismus auch nicht als einem Fäulnisprozess sprechen können, müssen auch seine ideologischen Ausformungen nicht notwendig reaktionär sein. Die gesamte Geschichte der Postmoderne, als zynische Antwort auf die Niederlagen der Linken, zeigt, dass sie zwar eine apologetische Funktion hatte, dass sie den Weg bereitet hatte für eine Integration revolutionärer Kräfte in den herrschenden Block, doch sie ist keinesfalls eine der reaktionärsten Hauptströmungen der heutigen Philosophie.

Herausforderungen für den Marxismus

Diese Problematik und die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Analysen erinnern, so weit entfernt es auch erscheinen mag, an das Konzept der Volksfront und an die Sozialfaschismusthese. Schon Lukács versuchte mit seinem Werk „Die Zerstörung der Vernunft“ eine philosophische Volksfront von Marxisten und bürgerlichen Aufklärern gegen den faschistischen Irrationalismus zu schaffen. (21) Doch die heutigen Bedingungen haben sich grundlegend gewandelt. Der Irrationalismus hat sich vom Faschismus gelöst und die bürgerliche Aufklärung ist in einer fundamentalen Krise. Was wir heute benötigen ist eine philosophische Volksfront zwischen dem Marxismus und den progressiven Teilen des Irrationalismus. Trotz der Analyse der Postmoderne als integrierender Mechanismus müssen wir ein ehrliches Bündnis mit den Kritikern am blinden Fortschrittsglauben und der Allmacht der Vernunft eingehen. Es wäre grundlegend falsch, aus der oben angestellten Analyse der Postmoderne die Schlussfolgerung zu ziehen, aufgrund ihrer integrierenden Funktion sei sie schlimmer als jede offen reaktionäre Ideologie.
Dabei darf man nicht vergessen, dass große Teile des Irrationalismus heute herrschende Ideologie repräsentieren. Es gibt also weiterhin eine Frontstellung zwischen Marxismus und Postmoderne. Doch gleichzeitig können wir uns nicht mehr auf Kräfte der bürgerlichen Aufklärung stützen, da diese in der heutigen philosophischen Konstellation kaum mehr Bedeutung besitzen. Wir müssen versuchen die progressiven Elemente des Irrationalismus aufzunehmen und zu verarbeiten, ohne dass wir selbst zum herrschenden Block wandern.
Es gäbe drei wesentliche Punkte der Kritik, mit denen wir uns als Marxisten auseinandersetzen müssen. Das ist das Paradigma des Fortschritts in der Geschichtsphilosophie, der erkenntnistheoretische Optimismus und die Politik als Einsicht in die Notwendigkeit.
Die These, der Geschichtsprozess würde sich als ein stufenweiser Fortschritt bis zur Errichtung des Kommunismus darstellen, wurde immer wieder angegriffen. Der Gedanke, der Fortschritt würde sich automatisch aus einer Entwicklung der Produktivkräfte ergeben, hat sich tatsächlich als fatal erwiesen. Außerdem hat diese Definition des Fortschritts immer einen ökonomistischen Zugang nach sich gezogen. Fortschritt wurde vor allem als Steigerung der Produktion aufgefasst. Diese vereinfachenden Auffassungen sind tatsächlich zu kritisieren. Auf der anderen Seite braucht jede revolutionäre Bewegung den Gedanken des Fortschritts, um sich selbst zu legitimieren. Denn die Idee des Fortschritts bedeutet gleichzeitig die Bewältigung und das Hinausgehen über die bestehenden Verhältnisse. Doch wir müssen die Idee des Fortschritts weitaus attraktiver gestalten als bisher, denn nur so kann sie wieder eine integrierende Macht bekommen, die es vermag gesamtgesellschaftlich wirksam zu werden. Niemand ist in Europa für eine revolutionäre Bewegung zu mobilisieren mit der Idee, die materiellen Bedingungen würden sich durch Produktionssteigerungen verbessern.
Der erkenntnistheoretische Optimismus hat in der kommunistischen Bewegung oft zu einer arroganten Haltung auch gegenüber möglichen Bündnispartnern geführt. Die Ansicht, dass man aufgrund seiner Parteilichkeit, aufgrund seiner politischen Perspektive, völlige Einsicht in die gesellschaftlichen Bedingungen habe, führte zu einer überheblichen Haltung den anderen Strömungen gegenüber, ohne zu berücksichtigen, welche Kräfteverhältnisse tatsächlich herrschten. So hat sich die kommunistische Bewegung der Sozialdemokratie immer überlegen gefühlt, auch wenn sie in der Gesellschaft kaum Relevanz besessen hat. Wir müssen davon ausgehen, dass wir nicht alles Kraft unserer Vernunft erkennen können, dass es verschiedene Formen der Rationalität und der Erkenntnis gibt. Wir müssen lernen diese verschiedenen Formen der Rationalität auszuhalten, Widersprüche als Paradoxien zu akzeptieren, ohne ihre dialektische Einheit aufzulösen. Auch Gramsci hat darauf hingewiesen, dass wir zunächst davon ausgehen müssen, dass jedes Ding, das existiert, rational ist. Erst im historischen Prozess, in der gesellschaftlichen Praxis, lässt sich erkennen, welche Rationalitäten sich tatsächlich durchsetzen können. (22) Dies lässt sich jedoch nicht durch die Vernunft, durch rationale Erkenntnis lösen. Dennoch steht man als revolutionäre Bewegung vor dem Problem, dass man sich auf eine gesicherte Erkenntnis verlassen muss. Denn wodurch lässt sich sonst eine Politik rechtfertigen, die über die jetzigen Zustände hinausführt und jene bekämpfen muss, die an diesen Verhältnissen festhält? Gegenüber dem Gegner brauchen wir eindeutige Argumente, brauchen wir letztendlich die historische Gewissheit, dass wir im Recht sind und sie im Unrecht.
Mit der Politik als Einsicht in die Notwendigkeit ist eine Politik gemeint, die darauf abzielt, die subalternen Klassen oder das Proletariat durch einen Prozess der Bewusstwerdung zu einem revolutionären Subjekt zu formen. Die bisherigen Vorstellungen von Politik gingen immer in die Richtung, dass man die soziale Klasse über ihre eigentlichen, ihre objektiven Interessen aufklären müsste, und dass diese, rationalen Argumenten zugänglich, ihre Situation erkennen würde und die Notwendigkeit einer Veränderung einsehen würde. Dieses automatistische Konzept hatte in der Arbeiterbewegung niemals zu Erfolgen für revolutionäre Kräfte geführt. Lenin wies schon darauf hin, dass die Arbeiterbewegung in ihrer spontanen Bewegung nie über gewerkschaftliche Forderungen hinausgeht. Das revolutionäre Bewusstsein kann nur von Außen in die Arbeiterbewegung getragen werden. (23) Wenn wir diesen Gedanken weiterführen, bedeutet das, dass nicht die Erkenntnis über die materielle Situation ein revolutionäres Subjekt schafft, sondern die Identifikation mit einer Idee. Heute hat in Europa diese Erkenntnis eine noch größere Bedeutung. Niemand lässt sich hier aufgrund der materiellen Bedingungen für eine revolutionäre Bewegung mobilisieren. Was wir also brauchen ist nicht Aufklärung, sondern Ideen, Bilder, ja sogar Mythen, welche die Massen mobilisieren können. Diese Argumentation ist nicht in dem Sinne zu verstehen, dass rationale Argumente sinnlos geworden sind. Aber Politik ist nicht einzig ein Prozess der Aufklärung, sondern auch ein Prozess der Verklärung, der unbedingten Identifikation mit einer politischen Idee.

Sebastian Baryli

(1) Seppmann, Werner: Das Ende der Gesellschaftskritik? Die ‚Postmoderne’ als Realität und Ideologie. Köln 2000.
(2) Metscher, Thomas: Postmoderne und imperialistische Gesellschaft. In: Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung, 2005 (16. Jg.), Nr. 62 der Gesamtfolge, S. 120.
(3) Holz, Hans Heinz: Das Kommunistische Manifest - seine historische Bedeutung. In: Marx-Engels-Stiftung (Hrsg.): Kommunistisches Manifest passé?! Marxismus im 21. Jahrhundert. Bonn 1999, S. 112.
(4) Haug, Wolfgang Fritz: Aufklärung. Aus: Haug, Wolfgang Fritz (Hrsg.): Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus. Band 1: Abbau des Staates bis Avantgarde. 2. Aufl. Hamburg 1996, Sp. 719.
(5) Engels, Friedrich: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft. In: MEW 19, S. 189.
(6) Engels a.a.O., S. 190.
(7) Buhr, Manfred: Irrationalismus. In: Klaus, Georg; Buhr, Manfred (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch. Band 1. 8. bearb. Aufl. Leipzig 1971, S. 541.
(8) Haug a.a.O., Sp. 728.
(9) Lukács, Georg: Die Zerstörung der Vernunft. Der Weg des Irrationalismus von Schelling bis Hitler. Berlin 1955, S. 8.
(10) Lukács a.a.O., S. 12.
(11) Buhr a.a.O., S. 541.
(12) Lyotard, Jean-Francois: Das postmoderne Wissen. Ein Bericht. 3. unveränd. Neuaufl. Wien 1994, S. 112f. (= Edition Passagen. 7)
(13) Lyotard a.a.O., S. 119.
(14) Lyotard a.a.O., S. 128.
(15) Metscher a.a.O., S. 112.
(16) Eagleton, Terry: Ideologie. Eine Einführung. Stuttgart, Weimar 2000, S. 251. (= Metzler Reprint)
(17) Metscher a.a.O., S. 120.
(18) Metscher a.a.O., S. 122.
(19) Metscher a.a.O., S. 124.
(20) Metscher a.a.O., S. 124.
(21) Tosel, André: Irrationalismus. In: Labica, Georges; Bensussan, Gérard; Haug, Wolfgang Fritz (Hrsg.): Kritisches Wörterbuch des Marxismus. Band 3. Berlin 1985, 572.
(22) Heft 6, § 10. In: Gramsci, Antonio: Gefängnishefte. Band 4. Hamburg 1992, S. 717; Heft 14, § 67. In: Gramsci, Antonio: Gefängnishefte. Band 7. Hamburg 1996, S. 1690f.
(23) Lenin, Wladimir Iljitsch: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, in: LW 5, S. 385.