Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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 Aktuell

Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

 Ausgaben

Nr. 21 Herbst 2007
Nr. 20 Frühjahr 2007
Nr. 19 November 2006
Nr. 18 Mai 2006
Nr. 17 Februar 2006
Nr. 16 November 2005
Nr. 15 Juni 2005
Nr. 14 April 2005
Nr. 13 November 2004
Nr. 12 September 2004
Nr. 11 Mai 2004
Nr. 10 Jänner 2004
Nr. 9 November 2003
Nr. 8 September 2003
Nr. 7 Mai 2003
Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 7 Mai 2003

Editorial


Ein Jahr bruchlinien

Der Frieden ist ausgebrochen. Die neuen Schlagzeilen beschäftigen sich mit der Lungenkrankheit SARS oder der Pensionsreform in Österreich. Nicht so die Jubiläumsausgabe der bruchlinien (unser Magazin gibt es nunmehr seit einem Jahr), deren siebtes Heft schon wieder Krieg (eine Nachbetrachtung) und Frieden (eine Bestandsaufnahme) ins Zentrum stellt.
Zugegeben, auch uns quälen die Gedanken, auf Fernreisen aus gesundheitlichen Risiken verzichten oder unseren Lebensabend ohne Pension verbringen zu müssen. Aber wir haben diese Befürchtungen hintan gestellt und uns wieder Themen gewidmet, wie sie der Leser von uns seit einem Jahr kennt. Die Krise der Neuen Weltordnung hat einmal mehr zu einem neuen Krieg geführt und die Widersprüche daraus sind so offensichtlich, dass auch unsere KollegInnen, die embedded journalists, dem vorläufigen Frieden nicht mehr trauen.
Einige der Prognosen, die wir in den vergangenen sechs Ausgaben abgegeben haben, trafen nicht ein. Umso mehr hat sich der Titel, den wir unserem Magazin gegeben haben, bewährt. Rund um uns herum sehen wir Bruchlinien: Nicht mehr nur in der politischen und kulturellen Auseinandersetzung zwischen Nord und Süd, sondern in letzter Zeit auch verstärkt zwischen der einzigen verbliebenen Weltmacht und seinen nicht mehr ganz so treuen Verbündeten im Westen Europas. Diese Bruchlinien zu analysieren und ihre Folgen einzuschätzen, das ist eine der Hauptaufgaben der bruchlinien.
Wenn das Imperium zurückschlägt, wie im Falle des Irak, dann ist Optimismus nicht unbedingt angebracht. Aber auch zum Pessimismus fehlt uns jeder Grund: Je breiter die Bruchlinien werden, um so mehr gibt es auch Platz für konsequente und uneingeschränkte Opposition zu Krieg, Weltherrschaft und Barbarei.

P.S.: Die nächste Ausgabe der bruchlinien erscheint in der ersten Septemberwoche 2003.


Die bruchlinien-Redaktion