Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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 Aktuell

Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

 Ausgaben

Nr. 21 Herbst 2007
Nr. 20 Frühjahr 2007
Nr. 19 November 2006
Nr. 18 Mai 2006
Nr. 17 Februar 2006
Nr. 16 November 2005
Nr. 15 Juni 2005
Nr. 14 April 2005
Nr. 13 November 2004
Nr. 12 September 2004
Nr. 11 Mai 2004
Nr. 10 Jänner 2004
Nr. 9 November 2003
Nr. 8 September 2003
Nr. 7 Mai 2003
Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 6 März 2003

Editorial


Stoppt den Krieg

Zwei Millionen Menschen waren es laut Auskunft einiger Teilnehmer, die am 15. Februar in London gegen den Krieg demonstrierten. Das ist gut und Ausdruck der Bruchlinien, die die kapitalistische Globalisierung nach mehr als einem Jahrzehnt, angeheizt durch den derzeitigen der US-Militarismus und Unilateralismus zu zeigen beginnt. Doch eine pazifistische Anti-Kriegsbewegung mit all ihrer humanitaristischen Moral ist erst ein unsicherer Beginn für eine wirksame Antwort und Positionierung in den gewaltsamen Konflikten in und gegen die Neue Weltordnung.
Gerade mal vier Jahre ist es her, da bombardierte der geeinte Imperialismus Jugoslawien und dessen Einwohner. Kaum einer der heutigen Antikriegsaktivisten wird sich daran erinnern können, gegen diese Aggression auf die Straße gegangen zu sein. Denn damals waren seine Regierung und seine Medien genauso wie die UNO, der Papst und Konstantin Wecker nicht dagegen, ein Land aufgrund derselben herbeiphantasierten und schlecht konstruierten Anklagepunkte anzugreifen, in einen Trümmerhaufen zu verwandeln und nuklear zu verseuchen.
Die Bewegung gegen den Krieg ist gut und notwendig. Doch die Herausforderung ist der Übergang zu einer Bewegung gegen den westlichen Imperialismus, der die Kinder im Irak und zwei Drittel der Menschheit - auch ohne Krieg - umbringt, jeden Tag. Eine Bewegung, aus der ein neues Projekt und eines Strategie gegen die kapitalistischen Sachzwänge auf politischer, wirtschaftlicher, militärischer und kultureller Ebene enstehen kann, eine Bewegung in offener Unterstützung aller kommenden „Vietnam“ - ob mit oder ohne Schiedsspruch der UNO.
Zu diesem schwierigen Übergangwollen wir als Magazin für eine neue revolutionäre Orientierung unseren Teil beitragen.

In dieser Ausgabe gehen wir zuerst auf die Auseinandersetzungen im westlichen Imperium ein (Seite 3), mit weiteren Betrachtungen zur weltweiten Mobilisierung gegen den Krieg (Seite 4). Dazu gibt es auch eine Analyse der europäischen Währungspolitik. Ab Seite behandeln wir die Lügen des Colin Powell und die Enthüllungen des ehemaligen UN-Waffeninspektors Scott Ritter. Die irakische Opposition in ihren zahlreichen Varianten wird ab Seite beschrieben, unter anderem haben wir ein Interview mit einem ehemaligen Mitglied der Irakischen Kommunistischen Partei geführt.
Zur ewigen Debatte über „Linken Antisemitismus“ hat Stefan Hirsch zwölf Thesen (Seite 18) verfasst, Ursprung dieses Artikels sind die jüngsten Auseinandersetzungen innerhalb der Wiener Linken. Im Aufsatz „Religion gegen Religion“ geht es um die Konzeption eines revolutionären Islam des iranischen Intellektuellen Ali Shariati (Seite 20). Die Türkei unter einer „islamistischen“ Regierung behandelt Willi Langthaler auf Seite 24.
Vom italienischen Philosophen Constanzo Preve stammt der Aufsatz „Kommunismus, Marxismus und Zukunft“, der auf Seite 26 beginnt. Darauf folgt eine Einschätzung der Medien im Falle des Irak-Kriegs (Seite 31) und ein Interview zur aktuellen Lage in Venezuela (Seite 34). Ein Text zur Lage palästinensischer weiblicher Gefangene in Israels Gefängnissen steht in der Mitte dieser Ausgabe (Seite 17).

Wie immer wünschen wir allen Leserinnen und Lesern eine informative Lektüre und freuen uns über Kritik und Anregungen.

Die bruchlinien-Redaktion