Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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 Aktuell

Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

 Ausgaben

Nr. 21 Herbst 2007
Nr. 20 Frühjahr 2007
Nr. 19 November 2006
Nr. 18 Mai 2006
Nr. 17 Februar 2006
Nr. 16 November 2005
Nr. 15 Juni 2005
Nr. 14 April 2005
Nr. 13 November 2004
Nr. 12 September 2004
Nr. 11 Mai 2004
Nr. 10 Jänner 2004
Nr. 9 November 2003
Nr. 8 September 2003
Nr. 7 Mai 2003
Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Rezensionen

Ex-Waffeninpektor Scott Ritter

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Zugegeben Scott Ritter ist keine unumstrittene Persönlichkeit. Als Konservativer unterstütze er Bush in seinem Wahlkampf. Doch das Ergebnis – die jetzige US-Regierung – lehnt er ab. Zu stark ist der Einfluß von Leuten wie Donald Rumsfeld oder Paul Wolfowitz, die die USA in den Krieg gegen den Irak treiben. Allerdings konstatiert er, dass die Meinung dieser Leute keinesfalls eine Mehrheit in den USA darstellt. Es seien eben nur die falschen Leute am falschen Ort – und zu einer falschen Zeit. Durch die Ereignisse des 11. September haben sie massiv an Einfluß auf George W. Bush gewonnen, und setzen sich allem Anschein nach auch durch. Er kritisiert aber nicht nur das jetzige Vorgehen der US-Regierung. Als UN-Waffeninspekteur hat er sieben Jahre lang im Irak, unter Richard Butler, nach Massenvernichtungswaffen gesucht. Als aufrechter Demokrat, wie er sich selbst bezeichnet, hat er diese Aufgabe sehr ernst genommen – zu ernst vielleicht. Seinen Angaben zufolge sind bis 1998 praktisch alle Bestände an waffenfähigem chemischen Material von der UNSCOM vernichtet worden. Allerdings war das nicht im Sinne der USA. Der CIA schnitt die Waffeninspektoren von Informationen ab. Ab diesem Zeitpunkt war es klar, dass die Inspektionen nur noch dem Ziel dienten einen neuen Krieg – das Bombardement von 1998 – zu legitimieren. Ritter ließ aber nicht locker, und beschaffte sich die Informationen über Anlagen und Wissenschafter vom israelischen Geheimdienst. Natürlich wurde er dafür der Spionage für Israel bezichtigt, aber nicht nur das. Die Ereignisse rund um die Inspektionen in den 90ern packte er in eine Dokumentation „Auf Treibsand“, und wurde dadurch kurzerhand der Spionage für den Irak beschuldigt.

Im Buch „Krieg gegen den Irak – Was die Bush-Regierung verschweigt“ legt er in Form eines Interviews auf knapp 100 Seiten dar, dass die friedliche Entwaffnung des Irak in den neunzigern praktisch vollständig durchgeführt wurde - sofern nicht vom CIA sabotiert, dass es seiner Meinung nach keine Verbindung zur Al-Kaida gibt und dass die USA an allem anderen als an einer Demokratie im Irak interessiert sind. Kurzum: Das richtige Buch zur richtigen Zeit.

Robert Fisch