Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

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Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 4 November 2002

Exodus in die Integration

Anmerkungen aus einer nachgeholten „Empire”-Lektüre


Kaum ein Buch hat in den letzten zehn Jahren innerhalb der Linken so nachhaltigen Einfluss erlangt, wie Toni Negris und Michael Hardts „Empire. Die Neue Weltordnung”(1). Negri wurde damit zum organischen Intellektuellen der Bewegung gegen die Globalisierung. Die Thesen seines „zwischen Golf- und Kosovo-Krieg geschriebenen” (Negri)(2) und 2000 erschienenen Buches begründen und explizieren die kollektive Traumwelt der „postmodernen Rebellion”. Seine kritische Lektüre kann den aufziehenden Untergang dieses ersten Versuches einer außerpolitischen Protestbewegung erhellen.

Ein Regime des Gesamtkapitals

Negris Grundthese ist die Transformation des Kapitalismus von seiner imperialistischen Phase zu einem post-imperialistischen und postmodernen Empire. Grundlage des Imperialismus waren die souveränen Nationalstaaten und eine hierarchische Architektur der Staatengemeinschaft. „Der Imperialismus war ein Geschöpf der Nationalstaaten (...). Nach innen lebte der Imperialismus von der Verherrlichung der Tradition der staatlichen Souveränität und nach außen war er eine Form des Exports von Macht, von Kultur, von wirtschaftlichen Interessen, ein Export, der natürlich den Anderen zerstörte.”(3) Das Empire dagegen überwinde die nationale Souveränität als Abgrenzung nach außen und bringe die Herrschaft der imperialistischen Zentren zum Verschwinden. „Im Gegensatz zum Imperialismus etabliert das Empire kein territoriales Zentrum der Macht, noch beruht es auf von vornherein festgelegten Grenzziehungen und Schranken. Es ist dezentriert und deterriorialisierend, ein Herrschaftsapparat, der Schritt für Schritt den globalen Raum in seiner Gesamtheit aufnimmt.”(4) Daraus folgt notwendigerweise, dass „die Vereinigten Staaten (...) nicht das Zentrum eines imperialistischen Projekts (bilden), und tatsächlich (...) dazu heute kein Nationalstaat in der Lage (ist).”(5) Denn „(...) da Macht und Grenzen der Nationalstaaten an Bedeutung verlieren, relativieren sich zunehmend auch die Unterschiede zwischen nationalen Territorien. Es handelt sich nun nicht mehr um natürliche, wesenhafte Unterschiede (so wie etwa im Falle der Unterschiede zwischen dem Territorium der Metropole und demjenigen der Kolonie), sondern um graduelle.”(6) Ein bloß gradueller Unterschied zwischen den Staaten, zwischen Afghanistan und den USA, ist daher auch kein substanzieller Ausgangspunkt für Konflikt und Widerstand innerhalb des post-imperialistischen Empire. Diese „Ordnung des ‚Gesamtkapitals’ (...) im Namen des Nationalstaates bekämpfen (zu wollen), verkennt völlig die Realität seiner supranationalen Befehlsstruktur, seiner imperialen Gestalt und seines Klassencharakters.”(7)

Die befreiende imperiale Souveränität

Negri geht jedoch weiter und meint, die nationale Souveränität sei nicht nur historisch überkommen und – aus der Sicht eines postmodernen, postmarxistischen Modernisierungsgläubigen - dem Fortschritt der Menschheit in Richtung ihrer Emanzipation abträglich, sondern seit jeher sei ihr notwendigerweise mit der Etablierung über die Kategorie des Volkes und der Nation die Unterdrückung im Inneren inhärent. Der Globalisierung die Verteidigung der nationalen Selbstbestimmung entgegenzuhalten wäre daher nicht nur illusorisch, sondern genauso wenig wünschenswert.“Es wäre ein schwerer Fehler, nostalgische Gefühle für die Macht des Nationalstaates zu hegen oder Politikformen wiederzubeleben, die auf die Nation setzten. (...) Die Globalisierung der Produktion und Zirkulation tritt an die Stelle nationaler juridischer Strukturen. Und zweitens, was noch wichtiger ist, hängen am Nationalstaate, selbst wenn er immer noch eine wirksame Waffe wäre, eine ganze Reihe repressiver Strukturen und Ideologien. Strategien die auf den Nationalstaat setzen, sollten alleine deshalb zurückgewiesen werden.”(8) Negri stellt sich hier in die Traditionslinie von Rosa Luxemburg: „Rosa Luxemburg wandte sich in den Debatten der Zweiten Internationale vor dem Ersten Weltkrieg vehement (und vergeblich) gegen den Nationalismus. Sie widersetzte sich im Falle Polens einer Politik der ‚nationalen Selbstbestimmung‘ als Element der revolutionären Plattform, doch ihre Ablehnung des Nationalismus war weitaus allgemeinerer Art. (...) Luxemburgs stärkstes Argument war vielmehr, dass Nation Diktatur bedeutete und damit grundsätzlich nicht mit dem Versuch demokratischer Organisation vereinbar sei.”(9) Angesichts einer globalisierten Gemeinschaft, die in der Kategorie der „Multitudine” (deutsche Übersetzungen verwenden Multitude, Menge oder Vielheit) die Illusion eines neuen Trägers transnationaler menschlicher Emanzipation gefunden zu haben meint, erscheint der weltoffenen Mittelschicht der Ruf nach nationaler Selbstbestimmung gegen die Globalisierung wie eine Drohung, ihre globalisierte multikulturelle Selbstverwirklichung in das Korsett von Staatsbürger, Volk oder Nation pressen zu wollen. „Jede imaginäre Gemeinschaft wird als Nation ‚übercodiert’. So dass unsere Vorstellung von Gemeinschaft dadurch stark eingeschränkt wird. Wie im Zusammenhang der herrschenden Länder werden auch hier (in den Ländern, die sich im nationalen Befreiungskampf vom Kolonialismus lösen, d. A.) Vielfalt und Singularität der Menge durch die Zwangsjacke der Identität und Homogenität des Volkes negiert.” (10)
Dagegen stehe mächtig das „utopische Element der Globalisierung (...), das uns vor dem Rückfall in Partikularismus und Isolationismus als Reaktion auf die totalisierenden Kräfte des Imperialismus und rassistischer Herrschaft bewahrt und statt dessen dazu ermutigt, ein Projekt der Gegen-Globalisierung, des Gegen-Empire zu entwerfen.” Negri meint nun, dass dieses Gegen-Empire eben Produkt des Empire, notwendige Folge seiner objektiven Entwicklung sei, dessen damit positiv gewendeten Schicksal man sich nicht entgegenstellen solle.
Negri versucht nicht nur den Irrglauben, die Transnationalisierung führe zur Solidarisierung und zum gemeinsamen antinationalen Kampf gegen das abstrakte Empire, mit seiner Konstruktion der Menge „objektiv” zu begründen und gegen den antiimperialistischen Kampf ins Treffen zu führen. „Mit der objektiven Konvergenz und Akkumulation der Kämpfe werden Drittweltperspektiven (...) vollkommen obsolet. Unter Drittweltperspektive verstehen wir die Vorstellung, der Hauptwiderspruch und der Antagonismus im kapitalistischen internationalen System liege zwischen dem Kapital der Ersten Welt und der Arbeit der Dritten.”(12) Er geht noch weiter, als die antiimperialistische Perspektive bloß als überkommen abzulehnen. Insofern er in der „Hybridität” und Migration den wesentlichen Motor der Konstituierung des postmodernen Subjekts Menge sieht, insofern er in deren selbstbestimmter Mobilität ein Element der Befreiung ortet, das das Empire bedroht und von diesem daher unter Kontrolle gehalten werden muss, meint er hinter den Kräften der „Stagnation” das Imperium selbst zu sehen: „Aus dieser Sicht ist es ausgesprochen wichtig, dass das Empire seine Macht dazu nutzt, um die verschiedenen Mächte des Nationalismus und Fundamentalismus zu organisieren und zu orchestrieren.”(13) Auf die Frage, ob nicht die Angriffe auf das WTC in New York, der Stadt des US-Kosmopolitismus, ein Angriff auf die Kräfte der Freiheit und des Exodus waren, meint Negri: „In der Tat war dies eine Konfrontation zwischen jenen, die das Empire verwalten und jenen, die dies gerne täten. Von diesem Gesichtspunkt aus, kann festgestellt werden, dass der Terrorismus die andere Seite des Empire ist. Der Feind beider, von Bush und Bin Laden, ist die Menge. Ich denke, wir können nicht sagen, wir alle sind Amerikaner. Aber ich denke, dass wir alle New Yorker sind.”(14)

Ein absoluter Gegensatz

Negris erster methodischer Fehler liegt in der Konstruktion einer perfekten Ordnung des Gesamtkapitals und seines reinen und einzigen Gegners, der vom Empire selbst produzierten Menge. Diese Reinheit entsteht als negrische Originalität, wie wir noch sehen werden, trotz seiner Übernahme der postmodernen Kategorien der Differenz und Vielheit.
In Negris Empire haben die modernsten Erscheinungen kapitalistischer Produktionsweise alle Winkel der Welt durchflutet und dementsprechend eine totale Klassenpolarisierung zwischen dem gesamtkapitalistischen Imperium und dem postmodernen Gesamtproletariat, genannt Menge, produziert. Jedes „Außen” einer „nichtkapitalistischen Umgebung”, wie Negri ausgehend von Rosa Luxemburgs Imperialismusanalyse in Die Akkumulation des Kapitals(15) entwickelt, wurde durch das alles durchdringende Empire verinnerlicht, vereinnahmt und umgewälzt. Dies betrifft nicht nur Territorien im Sinne der Aufhebung der Unterschiede zwischen Peripherie und Metropole, sondern auch die durchgehende postfordistische Kapitalisierung der Produktion, die Aufhebung der Trennung von Produktion und Reproduktion sowie zwischen öffentlichem und privatem Raum. Alle treten gereinigt von vormodernem und modernem Schmutz einer komplexen ökonomisch-sozialen Formation vielfältiger Widersprüche, den ihnen entsprechenden Ideen, politischen Projekten und Möglichkeiten revolutionärer Politik und Allianz, in den gereinigten absoluten Gegensatz Kapital-Menge der Postmoderne über. „Im Übergang von der Moderne zur Postmoderne und vom Imperialismus zum Empire löst sich nun diese Unterscheidung zwischen Innen und Außen immer weiter auf. (...) Der gekerbte Raum der Moderne schuf Orte, die beständig in einem dialektischen Spiel mit ihrem Außen standen und auf diesem Spiel gründeten. Der Raum imperialer Souveränität ist im Gegensatz dazu glatt.” (16)

Vom Massenarbeiter über die Differenz zur Menge

Negri kommt zu seinem absoluten Widerspruch zwischen Empire und Menge, dem neuformulierten Grundgedanken des Gegensatzes zwischen fordistischem Massenarbeiter und industriellem Großkapital des italienischen Operaismus, aber über den Umweg des Postmodernismus. In anderem Zusammenhang spricht Negri explizit die beiden methodischen Grundlagen seiner Überlegungen an: den italienischen Operaismus und die autonomia einerseits und den französischen Postmodernismus eines Gilles Deleuze andererseits(17). Diese Reformulierung des operaistischen Gegensatzes scheint eine notwendige Konzession an den Zeitgeist der rebellischen Zivilgesellschaft, die in ihrem individualistischen Liberalismus jeder vereinheitlichenden und verabsolutierenden Kategorie – ob Klasse oder Staatsbürger – mit Abscheu gegenüber steht. Negris Konstruktion des Gegensatzes Menge – Empire muss daher zuerst den Verdacht eines „binären” Gegensatzes niedermähen und bedient sich dazu der Feuerkraft des Postmodernismus. „(...)Das postmoderne Beharren auf Differenz und Besonderheit (widersetzt sich) dem Totalitarismus universalisierender Diskurse und Machtstrukturen; die Betonung fragmentierter gesellschaftlicher Identitäten erscheint als Mittel, um die Souveränität sowohl des modernen Subjekts wie des modernen Nationalstaats mitsamt den damit verbundenen Hierarchien anzufechten.”(18) Doch der Postmodernismus ist nur der erste Schritt, die Dekonstruktion, aus der Negri nun seinen Demiurgen Menge kreieren kann. Negri meint über die postmoderne Kritik der Moderne und des Imperialismus hinauszugehen, denn diese stehe zwar auf postmodernen Standpunkt des Empire, gelange aber nicht bis zu dessen Kritik und Überwindung. „Wenn sie (die Postmodernisten) ihre Theorien als Teil eines politischen Befreiungsprojektes präsentieren, so bekämpfen sie noch immer die Schatten alter Feinde, nämlich die Aufklärung, oder genauer: die modernen Formen der Souveränität und deren binäre Reduktion von Differenz und Vielfalt auf eine einzige Alternative zwischen Gleich und anders. (...) Die Strukturen und Logik der Macht in der heutigen Welt sind jedoch völlig immun gegen die ‚befreienden’ Waffen der postmodernen Politik der Differenz.”(19)
Hier setzt Negri mit seiner post-operaistischen Überwindung des Postmodernismus an, indem er ein neues Subjekt konstruiert, das Singularität und Kollektivität naturwüchsig vereinen kann. Negri meint dieses Subjekt durch einen Wechsel des Standortes der Analyse zu finden: „In der imperialen Welt der Gegenwart gilt das von uns beschriebene Befreiungspotential des postmodernen und postkolonialen Diskurses lediglich für die Situation einer elitären Bevölkerungsschicht (...) Man sollte diese Einsicht jedoch nicht dazu benutzen, um diese Diskurse nunmehr vollkommen abzulehnen. Es geht hier weniger um die Frage des Entweder-Oder. Differenz, Hybridität und Mobilität an sich sind nicht befreiend, aber das gilt auch für Wahrheit, Reinheit und Stillstand. Die wirkliche revolutionäre Praxis hängt von der Produktionsebene ab. (...)”(20) Also zurück von der Ebene postmoderner Diskurs- und Ideologiekritik, vom „Überbau”, an die „Basis” des Ökonomischen. Hier setzt der methodische Griff in das leidige Arsenal der vielfältigen Formen des ökonomischen Determinismus an, der von der bernsteinschen Sozialdemokratie über Luxemburgs Massenstreik und Bordigas internationalem Proletariat bis zum Operaismus der italienischen radikalen Linken der 70er Jahre reicht. Die Befreiung liege determiniert in der ökonomischen Basis, ihre natürliche Entwicklung nähere uns der Emanzipation an, bereite die Bedingungen und das Subjekt dafür vor, sodass wir deren reife Früchte mit einer einfachen Operation (Parlamentarismus, Massenstreik oder, wie wir sehen werden, Exodus) einfach nur mehr zu pflücken haben.
Negris Konzept der Menge basiert letztlich auf einer wenig innovativen Definition eines „erweiterten Proletariats”, beinahe schon dem Mainstream-Rettungsanker von ehemaligen Gläubigen an den Erlöser Industrieproletariat. Wie Michael Hardt erläutert: „Wenn wir Proletariat in weitem Sinne auffassen – als alle die arbeiten – dann sind wir bei der Vielheit. Ich möchte die Wahl dieses Begriffes aber auch aus amerikanischer Sicht erklären. Spätestens seit den Achtzigerjahren haben wir mit zwei Formen politischer Organisation zu tun. Die eine basiert auf einer umfassenden Identität; das sind vor allem die unitarisch oder hierarchisch verfassten Parteien. Die andere, seit den Achtzigern entstandene Organisationsform basiert dagegen auf der Politik der Differenz, will jeder Gruppe ihren spezifischen Ausdruck verschaffen. Diese Alternative zwischen Identität und Differenz ist unserer Meinung nach eine Sackgasse. Wir wollen dieser Alternative mit dem Begriff der ‚Vielheit’ ausweichen: das ist die Vielheit, die zu gemeinsamen Handeln findet.”(21)
In Abgrenzung zum Volk und gegen die damit verbundenen politischen Perspektiven ist „(die) Menge (...) eine Vielfalt, ein Feld von Singularitäten, ein offenes Beziehungsgeflecht, das nicht homogen oder mit sich selbst identisch ist, sondern ein indistinktes, einschließendes Verhältnis zu denen, die außerhalb stehen (...). Im Gegensatz dazu neigt das Volk zu Identität und Homogenität nach innen, indem es den Unterschied zu und den Ausschluss der Außenstehenden betont. Während die Menge eine unabgeschlossene konstituierende Beziehung ist, bildet das Volk eine festgefügte Synthese, die zur Souveränität bereit ist. Das Volk verfügt über einen Willen und eine Handlung, die unabhängig sind von den vielfältigen Willensäußerungen und Handlungen der Menge und häufig sogar mit diesen in Konflikt geraten. Jede Nation muss deshalb die Menge zu einem Volk machen.”(22)
Bevor wir zu Negris These der politischen Artikulation der Menge, zu seinem Projekt, kommen, ist es notwendig die ökonomische Grundlage genauer zu untersuchen, die die Menge als neuen und unvermeidlich vom Empire selbst geschaffenen „Totengräber” produziert.

Selbstproduktion des Subjekts

In alter marxistischer Tradition sieht Negri die Menge als wichtigste Produktivkraft des Empire. Was er aber nicht erkennt und ökonomistisch vereinfacht, ist der Doppelcharakter dieser Produktivkraft, die gleichzeitig variabler Teil des Kapitals und dessen potenzielle antagonistische Negation ist, jedoch nur über den komplizierten Weg revolutionärer Subjektwerdung.
Für Negri ist es daher nicht so sehr die umfassende Sphäre revolutionärer Politik, in der das „Geheimnis” der Subjektwerdung liegt, sondern es gilt die Grundlage der Befreiung allein im Charakter der Menge als Produktivkraft und ihrer Bewegung in der imperialen Produktionsweise zu finden. Negri versucht diese Selbst-Produktion der Menge als Subjekt aus der Ökonomie, ausgehend von einer Soziologie der immateriellen Arbeit als dominante Form der Produktion in der Postmoderne, zu entwickeln, deren Eckpunkte Kommunikation, Vernetzung und Informatisierung sind. „In jedem dieser Typen der immateriellen Arbeit steckt die Kooperation bereits vollständig in der Form der Arbeit selbst. Immaterielle Arbeit beinhaltet unmittelbar soziale Interaktion und Kooperation. Der kooperative Aspekt der immateriellen Arbeit wird mit anderen Worten nicht von außen aufgezwungen oder organisiert, wie es in früheren Formen von Arbeit der Fall war, sondern die Kooperation ist der Arbeitstätigkeit vollkommen immanent. (...) Heute haben Produktivität, Reichtum und das Schaffen eines gesellschaftlichen Surplus die Form der kooperativen Interaktion angenommen, die sich sprachlicher, kommunikativer und affektiver Netzwerke bedient. Indem sie ihre eigenen schöpferischen Energien ausdrückt, stellt die immaterielle Arbeit das Potential für eine Art des spontanen und elementaren Kommunismus bereit.”(23) Oder an anderer Stelle: „Das Empire nimmt Gestalt an, wenn Sprache und Kommunikation oder genauer gesagt: wenn immaterielle Arbeit und Kooperation zur vorherrschenden Produktivkraft werden. Der Überbau wird nun zur Arbeit und das Universum, in dem wir leben, ist ein Universum sprachlicher Kommunikationsnetzwerke. (...) Produktion lässt sich nicht mehr von Reproduktion unterscheiden; die Produktivkräfte verschmelzen mit den Produktionsverhältnissen; fixes Kapital findet sich zunehmend innerhalb des zirkulierenden Kapitals, in den Köpfen, Körpern und in der Kooperation der Produktionssubjekte. (...) Ausbeutung heißt nunmehr, dass die Kooperation enteignet wird und die Bedeutung sprachlicher Produktion für ungültig erklärt wird.”(24)
Negri schafft sich also die vollkommene Sozialisierung der Produktivkräfte in einer Atmosphäre, wo es nichts mehr Außerökonomisches und Außerimperiales, kein Außen, mehr gibt. „Die Unterscheidung zwischen dem Arbeitstag – den acht der Produktion gewidmeten Stunden – und dem Leben – sprich den anderen 16 Stunden – löst sich zunehmend auf. Auch hier gibt es kein Außerhalb mehr, und dies meinen wir mit Bio-Politik: Die Unterscheidung zwischen Produktion und Leben verschwindet.”(25)
Kein Wunder, wenn er optimistisch meint, dass die Globalisierung neue Möglichkeiten der Befreiung bietet (26), dass die Befreiung nur durch das Empire und über es führen kann (27) und das Empire als Motor für die wachsende Macht der Menge sieht: das neue Mittel der Befreiung „(...) findet sich in der Tat in der Produktivität der Menge als unmittelbarer Akteurin biopolitischer Produktion und Reproduktion. Die Waffen, von denen die Rede ist, bringt die Fähigkeit der Menge mit ihrer eigenen produktiven Kraft die parasitäre Ordnung des postmodernen Kommandos zu sabotieren und zu zerstören.”(28)
Das Wesen der Produktion im Empire ist die Macht der Menge zum kooperativen Handeln. Produkt der Produktion ist menschliche Kollektivität. Negri verwendet dafür den Begriff der „Generation” und meint: ”Wir haben es hier also mit einem Paradoxon zu tun. Das Empire erkennt die Tatsache und zieht daraus Profit, dass die Körper in Kooperation mehr produzieren und in der Gemeinschaft glücklicher sind, aber es muss gegen die kooperative Autonomie vorgehen und sie kontrollieren, denn andernfalls wird das Empire von ihr zerstört.”(29) Das Empire, seine Kontrolle und private Aneignung, wird in dieser Produktionsweise, deren Wesen menschliche Kooperation ist, zu einer absurden und parasitären Unnotwendigkeit. Darin liegt seine potentielle Machtlosigkeit begründet, der Ausgangspunkt von Negris moderatem politischen Projekt: „Das Empire behauptet, Herr dieser Welt zu sein, weil es sie zerstören kann. Was für eine Illusion! In Wahrheit nämlich sind wir die Herren dieser Welt, weil unser Begehren und unsere Arbeit sie fortwährend neu erschaffen. Die biopolitische Welt ist ein unerschöpfliches Zusammenwirken generativer Handlungen, deren Motor das Kollektiv ist (als Treffpunkt der Singularitäten).”(30)
Endlich sind wir also an der langersehnten Endkrise angekommen. „Die Propheten des bevorstehenden jüngsten Gerichts des Kapitals irrten nicht, sie sprachen nur zu früh.”(31) Die Grundlage ist gelegt, mit der Negri in der schlechten Tradition des Geschichtspositivismus und seiner außerpolitischen Produktion des „eigenen Totengräbers” die endgültige „Reife der Bedingungen” ausruft und damit die anti-revolutionäre Leichtigkeit seines Projekts der Befreiung begründet. „Während im Zeitalter der Disziplin Sabotage als Grundform von Widerstand galt, ist es im Zeitalter imperialer Kontrolle die Desertion. Während Dagegen-Sein in der Moderne oftmals bedeutet, dass sich Kräfte unmittelbar und/oder dialektisch gegenüber standen, dürfte Dagegen-Sein in der Postmoderne am wirkungsvollsten sein, wenn man diagonal oder quer steht. Die Schlachten gegen das Empire lassen sich vielleicht durch Sich-Entziehen und Abfallen gewinnen. Diese Desertion verfügt über keinen Ort; sie ist die Evakuierung der Orte der Macht.”(32)

Exodus

Negris These der Entbehrlichkeit von Staat und Privateigentum im Empire, ihrer erlässlich-parasitären Rolle der Kontrolle einer postmodernen Produktionsweise, die bereits alle Macht in die Hände der Produktivkraft Menge gelegt hat und diese fortlaufend als kollektives Subjekt produziert, ist die Grundlage seines politischen Rezepts von Verweigerung, Desertion und Exodus. „Die Verweigerung von Arbeit und Autorität, oder genauer: die Verweigerung freiwilliger Knechtschaft ist der Beginn befreiender Politik. (...) Ihr braucht ihn weder zu stoßen noch zu stürzen, ihr braucht ihn nur nicht mehr zu halten und zu stützen und er fällt in sich zusammen (...). Unsere Fluchtlinien, unser Exodus, müssen konstituierend sein und eine wirkliche Alternative aufzeigen. Jenseits bloßer Verweigerung oder als Teil dieser Verweigerung müssen wir auch eine neue Lebensweise und vor allem eine neue Gemeinschaft schaffen.”(33)
Negris Projekt läuft auf zwei Schienen, die sich aus dem Charakter der Produktivkraft Menge und der imperialen Produktion ergeben: Der Exodus als positiver Ausdruck der Migration und Mobilität und das Aufbauen, die „Generation”, als selbstbestimmte Arbeit einer Gemeinschaft, die sich durch Exodus der Kontrolle des Empire entzogen hat. Weiter unten werden wir noch einen dritten Aspekt finden, den einzig tatsächlich politischen innerhalb des virtuellen Gebäudes, das Negri „Widerstand” nennt.
Erstes Element der Befreiung der Menge ist die Migration als reales Phänomen, das Negri in seine virtuelle Welt des Exodus und der Desertion überführt. „In Wahrheit steht dahinter (hinter dem unkontrollierbaren Wunsch nach Bewegungsfreiheit und Migration, d. A.) als ´Push Effekt´, also negativ, die Desertion aus den elenden kulturellen und materiellen Verhältnissen imperialer Reproduktion; positiv jedoch, als ´Pull Effekt´wirken der Reichtum an Begehren und die Akkumulation expressiver und produktiver Fähigkeiten, welche die Globalisierungsprozesse im Bewusstsein jedes Einzelnen und jeder gesellschaftlichen Gruppe verankert haben – und damit also eine gewisse Hoffnung. Desertion und Exodus sind eine machtvolle Form des Klassenkampfes in der imperialen Postmoderne und zugleich gegen sie.”(34) Die realpolitische „Übergangsforderung”, durch die die Desertion zur Befreiung führt, ist der populäre Slogan nach Weltbürgerschaft. „Das allgemeine Recht, ihre eigenen Bewegungen zu kontrollieren, ist letztlich die Forderung der Menge nach Weltbürgerschaft.”(35) Von der Realpolitik führt Negri den Leser aber wieder rasch in seine virtuelle Konstruktion einer „Befreiung durch die Unfreiheit der Globalisierung” und bis an den Rand eines utopischen Deliriums: „Die Bewegungen der Menge eröffnen neue Räume und etablieren neue Aufenthaltsorte. Autonome Bewegungen bestimmen den Ort, der der Menge eigen ist. (...) Die Menge lässt eine neue Geographie entstehen, in der der produktive Strom von Körpern neue Flüsse und Häfen ausbildet. Die Städte dieser Welt werden große Depots kooperierender Menschen und Lokomotiven der Zirkulation sein, temporäre Aufenthaltsorte und Netzwerke zur massenhaften Distribution lebendiger Humanität.”(36)
Als zweites Element entdeckt die Menge ihre Macht des Neuaufbaus, die selbstbestimmte Generation jenseits des Empire, im Exodus, die in ihren Händen liegt, da ihre Kooperation das Zentrum postmoderner Produktion ist. Daher muss „revolutionäre politische Militanz (...) das wiederentdecken, was schon seit jeher die ihr eigene Form war: nicht repräsentative, sondern konstituierende Tätigkeit. Militanz ist heute eine positive, konstruktive und innovative Tätigkeit (...) Anders ausgedrückt: Widerstand ist unmittelbar mit einer konstitutiven Investition im biopolitischen Bereich und zur Formierung eines kooperativen Apparats in Produktion und Gemeinschaft verbunden. (...) Das Innen ist die produktive Kooperation der Massenintelligenz und affektiver Netzwerke, die Produktivität postmoderner Biopolitik. Diese Militanz verwandelt Widerstand in Gegenmacht und Rebellion in ein Projekt der Liebe.”(37)
Negris Durchschlagskraft in der Antiglobalisierungsbewegung liegt in seiner „materialistischen” Begründung des zivilgesellschaftlichen Exodus aus der Politik und Konfrontation. „Manche mögen einwenden, dass das produktive biopolitische Universum weiterhin irgendeiner Form des Kommandos bedarf und wir deshalb realistischerweise nicht darauf zielen sollten, den allgegenwärtigen Staat zu zerstören, sondern ihn in unsere Hände zu nehmen und unter unsere Kontrolle zu bekommen. Doch mit solchen Illusionen müssen wir Schluss machen (...). Im Gegenteil, vom Standpunkt der Menge und von ihrer Suche autonomer Selbstregierung aus müssen wir dem ein Ende setzen. (...) Wir wären vielleicht Anarchisten, wenn wir nicht (...) vom Standpunkt der Materialität aus argumentieren würden, die sich in den Netzwerken produktiver Kooperation konstituiert, also aus der Perspektive einer Menschheit, die sich produzierend schafft, die sich konstituiert im ‚gemeinsamen Namen’ der Freiheit.”(38)
Bevor wir zum dritten, politischen Element des negrianischen Projekts kommen, dem „Widerstand” und seiner realen Dynamik bei Negri nach der Erschütterung seines virtuellen Gebäudes aus Exodus und Generation durch das erste größere Erdbeben, den 11. September, ist es an dieser Stelle notwendig eine methodische Anmerkung zur Kritik der Perspektive des Ausstiegs aus der Konfrontation in eine „andere mögliche Welt” außerhalb der rauen Wirklichkeit anzubringen. Negri setzt auch an diesem Punkt auf eine Verbindung des italienischen Operaismus und des französischen Postmodernismus hinsichtlich der autonomen Macht der Menge. „Bei Deleuze ist das Axiom, dass das Begehren aktiv und die Macht reaktiv ist. Oder anders: in Beziehung zur Macht ist der Widerstand primär. Widerstand ist zeitlich und ontologisch der Macht vorrangig. Der Operaismus baut auf Marx Behauptung auf, dass das Kapital auf den Kampf der Arbeiterklasse reagiert; die Arbeiterklasse ist aktiv und das Kapital reaktiv. (...) Das fundamentale Axiom des Operaismus ist: der Kampf der Arbeiterklasse geht der folgenden Restrukturierung des Kapitals voraus und formt sie.”(39) Eine These, die die Autonomie und gestalterische Kraft des Klassenkampfes als Motor der geschichtlichen Entwicklung in den Mittelpunkt stellte, kehrt sich in Negris Szenario der immateriellen Selbst-Produktion des Kollektivismus der Menge zur Flucht aus den politischen Auseinandersetzungen, zur Illusion der Selbstbefreiung der Menge durch Desertion aus der Wirklichkeit. „In Wahrheit sind wir nämlich die Herren dieser Welt, weil unser Begehren und unsere Arbeit sie fortwährend neu erschaffen.”(40)

Exodus Interruptus: Von der Krise zur Integration

Nachdem wir Negris Konstruktion in ihren Grundannahmen, Konstitutionselementen und politischen Zielsetzungen kritisch dargestellt haben, bleibt abschließend die Notwendigkeit einer Reflexion ihrer Bewährung nach zwei Jahren der Publikation und Assimilation durch die Antiglobalisierungsbewegung.
Nachdem Negri in seinem Buch weitläufig und in Ausschnitten durchaus interessant dargelegt hat, dass die Vereinigten Staaten in ihrer Nationskonzeption, Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte die historischen Vorläufer des Empire sind, nachdem wir alle New Yorker wurden und die USA aufgehört, haben das herrschende Zentrum zu sein, war Negris Empire mit dem 11. September plötzlich mit der rauchenden Kritik der Türme konfrontiert. In einem Interview mit Il Manifesto vom 14. September 2002 reflektiert Negri die Neuerungen nach dem 11. September: „Was absolut neu gegenüber der Zeit der Erscheinung des Buches ist, ist, dass die Reaktion der US-Führung (auf den 11. September, d.A.) die Form eines immensen Rückschlages und einer Regression hinsichtlich der imperialen Tendenz darstellt. Ein imperialistischer Umkehrschub und backlash im und gegen das Imperium, ausgehend von alten Machtstrukturen, alten Kommandomethoden, einer monokratischen und substanzialistischen Konzeption der Souveränität, die wiederum gegen den molekularen und vernetzten Charakter der imperialen Biomacht geht, den wir analysiert haben.”(41) Negri ist von der Wirklichkeit gefordert, den Bereich virtueller Glätte, absoluter Polarisierung und selbstproduzierter neuer Welten zu verlassen und sich den brutalen Widersprüchen der realen Auseinandersetzung gegen die imperialistische Globalisierung politisch zu stellen. Der realpolitische Inhalt seiner Antwort ist dann weniger leuchtend als das Reich der Liebe am Ende des Exodus. Um den progressiven Impuls des Imperiums nicht von einem reaktionären, neo-imperialistischen Rollback mit all seinen Implikationen des Nationalismus und Antiimperialismus hinwegschwemmen zu lassen, ruft Negri die Antiglobalisierungsbewegung zu einer Doppelstrategie aus „Exodus und Widerstand (auf). Beide müssen ausgespielt werden. Der Exodus, das heißt die Abstention aus diesem ganzen Spiel, die Verweigerung, das Aufzeigen, dass wir auf einer anderen Seite sind, als der auf der dieser Konflikt ausgetragen wird (...). Aber gegenwärtig, angesichts der Rückkehr der Barbarei, ist es auch notwendig, Widerstand zu leisten. Denn die Macht schaut dem Exodus nicht untätig zu (...). Daher wird der Exodus kämpferisch und militant oder verliert. (...) Wie soll nun all diese Kreativität der Menge in den realen Kräfteverhältnissen ausgespielt werden? Welche Topologie des Widerstandes entwerfen, welche Praktiken anwenden? Wie gegen den Krieg kämpfen, welche Allianzen mit der reformistischen imperialen Aristokratie eingehen ... all das ist zu überlegen.”(42) Der Exodus Interruptus in seinem Delirium eines eingebildeten historischen Protagonismus muss sich mit dem schmutzigen Feld der Politik auseinandersetzen. Hier kommt hinter dem virtuellen Extremismus der methodische Pragmatismus und die Kompatibilität mit dem Liberalismus zum Vorschein. Abseits der virtuellen Konstruktion ist der Weg die Allianz mit dem Imperium gegen den Imperialismus. „Heute ist Europa der Raum für jegliches politische Projekt. Auch weil es ein Raum lebendiger sozialer Kräfte ist – Schichten der produktiven geistigen Arbeit – die nach einer neuen sozialen Organisation suchen. Wenn wir es von unten konstituieren und die Menge mobilisieren, dann kann das Vereinte Europa ein Territorium sein, von dem eine subversive Funktion in der globalen Ordnung ausgeht.”(43) Toni Negri kehrt auf das Terrain der Politik zurück, die „Bewegung der Bewegungen” begibt sich in die Niederungen der realen Welt, um dem Exodus der Menge, die doch nur westliche Mittelschicht blieb, über die Allianzen mit dem linken Liberalismus, mit der progressiven Seite des Empire, Freiräume zu erstreiten und die regressive Allianz aus Bush und Bin Laden zurückzudrängen. Das gute Gewissen sucht seinen Platz in der Mitte, „weder – noch”, Befriedung statt Konfrontation, Exodus in die Selbstbefreiung, Sicherheit im europäischen Neoreformismus – und vor allem Desertion vom antiimperialistischen Widerstand der Verdammten der Erde.

Gernot Zeiler

(1) Hardt, Michael, Negri, Antonio (2000): Empire. Die Neue Weltordnung, Campus Verlag, Frankfurt/Main
(2) Negri, Antonio (2001): Empire – das höchste Stadium des Kapitalismus. Eine revolutionäre Sicht der Globalisierung, in: Le monde diplomatique, Januar 2001
(3) Braun, Michael (2002): Es herrscht noch zu wenig Globalisierung. Interview mit Toni Negri und Michael Hardt, in: taz Nr. 6703, 18. März 2002
(4) Negri, Hardt, Empire, S. 11
(5) a.a.O., S 12
(6) a.a.O., S. 391
(7) Negri (2001), S. 3
(8) A.a.O. S. 345
(9) a.a.O. S. 110
(10) a.a.O. S. 120
(11) a.a.O. S. 128
(12) a.a.O. S. 275
(13) a.a.O. S. 405
(14) Negri, Antonio (2001), Ruptures within the Empire. The Power of Exodus. An Interview with Toni Negri by Giuseppe Cocco and Mauricio Lazzarato, in: Multitudes Nr. 7
(15) Luxemburg, Rosa (1913): Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärrung des Imperialismus. in: Gesammelte Werke. Band 5
(16) Negri (2000), S. 198 ff
(17) Negri, Antonio, Hardt, Michael (2002): Marx Mole is dead. Globalisation and Communication. in: Eurozine – the netmagazine. www.eurozine.com/article/2002-02-13-hardtnegri-en.html
(18) A.a.O. S. 152
(19) a.a.O., S 155
(20) A.a.O. S. 168
(21) Braun, S. 2f
(22) Negri (2000), S. 117
(23) a.a.O. S. 305
(24) a.a.O. S 391 f.
(25) Braun, S. 3.
(26) a.a.O. S 13
(27) a.a.O. S.
(28) a.a.O. S. 78
(29) Negri (2000), a.a.O. S. 398
(30) a.a.O. S. 394
(31) a.a.O. S. 282
(32) a.a.O. S. 224
(33) o.o.O. S. 216
(34) a.a.O. S. 225
(35) a.a.O. S. 407
(36) a.a.O. S. 404
(37) a.a.O. S 420
(38) a.a.O. . 358.
(39) Negri, Mole
(40) Negri (2000): S. 394
(41) Negri, Antonio (2002): Il backlash imperialista sull‘ Imperio. Intervista con Antonio Negri, in: Il Manifesto, 14. September 2002
(42) a.a.O. S 3
(43) a.a.O. S. 4