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Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

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Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 3 September 2002

„Warum bringen wir alle diese Menschen in Afghanistan um?“

Die Mitglieder der Vietnam Veterans Against the War/Antiimperialist (VVAW AI) sind seit den 70er Jahren aktiv in der Antikriegsarbeit unter den US-amerikanischen Soldaten engagiert. Viele von ihnen führten während des Vietnamkriegs spektakuläre Aktionen durch, um den Einsatz der US-Streitkräfte in Indochina zu beenden. Die bruchlinien sprachen mit Dave Blalock (Foto), Vertreter der VVAW/AI in Deutschland und Peter, einem Mitglied der „Stop the War Brigade“ (1) und Unterstützer von „Fight Back“, einem Untergrundmagazin für amerikanische Soldaten, über den neuen Patriotismus in den USA, den Krieg in Afghanistan und ihre Arbeit unter den US-Truppen.


Was ist die Ansicht der VVAW/AI zu den Ereignissen vom 11. September? Was hat sich damals abgespielt?

Dave: Grundsätzlich sagen wir dazu: „Die Hühner sind auf ihre Stange zurückgekehrt.“(2) In anderen Worten: Es ist Resultat dessen, was die USA anderen Völkern in den letzten 200 Jahren angetan haben. Irgendwann kommt das zurück. Es gibt sicher unterschiedliche Meinungen in unserer Organisation über die genauen Vorgänge, aber das ist unsere grundsätzliche Position.

Eure „Stop the War Brigade“ war und ist auch aktiv gegen den Krieg in Afghanistan. Was habt ihr bis jetzt konkret dagegen getan?

Peter: Wir hatten Kontakt zu einer bestimmten Gruppe von GIs schon vor dem 11. September. Nach den Ereignissen riefen sie uns an und meinten: „Wir müssen dringend mit Euch sprechen“. Wir fuhren zu ihrem Armeelager (in Deutschland, Anmkg. d. Ü.) und einer von dieser Gruppe erklärte sich bereit, uns ein Interview zu geben. Das erschien dann in der Berliner Tageszeitung (taz). Leider bestand der Soldat darauf, dass sein Name, die Bezeichnung seiner Einheit und ein Foto von ihm mit abgedruckt wurden. Ich riet ihm davon ab, da ich um die Folgen Bescheid wusste. Er bekam später auch einige Probleme. In dem Interview sprach er davon, dass er es schrecklich fände, was mit den Leuten im World Trade Center passiert sei, aber er sagte auch, dass er nicht für die USA in den Krieg ziehen wolle.
Wir finden es aber auch wichtig, an der deutschen Anti-Kriegsbewegung teilzunehmen und waren auch gleich bei den ersten größeren Demonstrationen in Berlin und Stuttgart beteiligt. Dave und ein anderer Sprecher der VVAW AI haben in Stuttgart vor 30.000 Leuten gesprochen. Wir haben dabei unsere Position klar gemacht, dass die USA kein Recht hat, die getöteten Zivilisten im WTC zu benutzen, um in den Krieg gegen ein anderes Land zu ziehen. Schließlich sind die USA der größte Terrorist von allen.
Im Oktober 2001 haben wir dann von einem US-amerikanischen Deserteur, Tim Gray, erfahren. Diesen Leuten versuchen wir unsere Unterstützung zu vermitteln und uns gemeinsam mit der deutschen Anti-Kriegsbewegung um eine Zuflucht für diese Soldaten zu bemühen. Während des Vietnam-Kriegs ging das noch leichter, da gab es noch eine „Untergrundbahn“, mit der wir die GIs nach Schweden schafften. Durch die weltweite Anti-Terror-Koalition ist unsere Aufgabe heute erschwert.

Dave: Interessant ist an diesem Fall vor allem, dass es sich bei Tim Gray um einen Weißen handelte. Unsere Kontakte sind zumeist schwarze GIs.

Peter: Wir haben auch ein Interview mit ihm veröffentlicht. Er desertierte schon vor dem WTC-Crash am 5. September, da er aufgrund seiner Anschauungen in der Einheit mit dem Tod bedroht worden war. Nach dem Unified Code of Military Justice (UCMA) kann man theoretisch für Desertion noch immer die Todesstrafe bekommen, das hat ihn zusätzlich beunruhigt.

Wie viele GIs sind beim Afghanistan-Einsatz desertiert?

Peter: Das können wir nicht genau abschätzen. Ein Grund dafür ist, dass nur Spezialtruppen eingesetzt werden. Es werden auch Reservisten eingezogen, um keine Neulinge nach Afghanistan zu schicken. Die meisten kommen von Militärbasen in den USA, wie etwa Fort Bragg. Wir haben Kontakt mit einigen Organisationen in den USA, die GIs beraten, wenn diese den Kriegsdienst verweigern wollen. Bei denen laufen seit Beginn des Einsatzes die Telefone heiß. Im Golfkrieg wurden etwa 2.000 Leute wegen Desertion eingesperrt, in Wahrheit gab es aber viel mehr Deserteure.

Habt Ihr schon Berichte von Soldaten gehört, die aus Afghanistan zurückgekommen sind?

Peter: Im Juli dieses Jahres gab es eine Reportage in den Zeitungen über vier Angehörige einer Spezialeinheit, die nach Fort Bragg in North Carolina zurückgekehrt sind. Innerhalb von zwei Monaten haben alle vier ihre Frauen erschossen und zwei davon begingen daraufhin Selbstmord. Aber solche Fälle kommen selten an die Öffentlichkeit, das haben die Militärs aus dem Vietnam-Krieg gelernt, wo diese Dinge häufiger passiert sind.
Man muss verstehen, dass selbst Soldaten einer Spezialeinheit mit der Einstellung in den Krieg ziehen, sie würden Freiheit und Demokratie verteidigen. Und dann sehen sie, dass sie sich in einem Krieg befinden, in dem die USA eine massive Anzahl von Zivilisten umbringt.

Gibt es konkrete Zahlen über die Verluste der US-Armee in Afghanistan?

Peter: Das Militärkommando lügt wie gewöhnlich. Offiziell geben sie nur 16 Tote zu. Sie wissen natürlich um die Auswirkungen von toten Soldaten, die in Leichensäcken nach Hause kommen. Deswegen werden diese Informationen so geheim wie möglich gehalten.

Dave: Ein anderer Grund, warum diese Informationen geheim gehalten werden ist die Anwesenheit des CIA in der Region. Der Geheimdienst hat eigene militärische Einheiten, die abgeschirmt von der Medienöffentlichkeit agieren. Über ihre Verluste müssen sie keine Angaben machen, die Spezialtruppen übrigens auch nicht.

Brauchen die USA diese Spezialtruppen, die jetzt in Afghanistan gebunden sind, nicht für den bevorstehenden Krieg gegen den Irak?

Peter: Wenn die US-Armee in den Irak einmarschiert, benötigen Sie vor allem größere Einheiten an Bodentruppen, an normaler Infanterie. US-Soldaten in Deutschland haben uns davon berichtet, dass sie bereits jetzt Anzüge für den „Wüstensturm“ erhalten haben. Sie werden auch Spezialtruppen einsetzen, aber davon gibt es genug. Ein GI hat mir vor kurzem erzählt, dass es heute bei weitem nicht mehr so schwierig ist, in die Spezialtruppen aufgenommen zu werden. Man braucht kein spezielles Training mehr oder besondere Kenntnisse, wie etwa Fremdsprachen.
Dave: Die USA wird keine weiteren massiven Truppenverschiebungen nach Afghanistan durchführen. Sie rotieren ihren jetzigen Truppenbestand, außerdem haben sie ja noch ihre Lakaien vor Ort, etwa die Briten und die deutschen Spezialkommandos. Es wird keine Auswirkung auf den Irak-Krieg haben, was sie in Afghanistan machen. Irak wird ein ganz anderer Kriegsschauplatz werden, mit einer viel größeren Operation. Und es wird ein Riesenproblem für die USA werden.

Peter: Ich glaube, die USA werden sich übernehmen. Sie unterhalten derzeit über 140 militärische Stützpunkte auf der ganzen Welt, ich meine jene, die sie offiziell zugeben. Der Krieg kostet sie zwei Milliarden Dollar im Monat. In fünf bis zehn Jahren gibt es dann keinerlei Geld mehr für Sozialhilfe. All diese Ausgaben machen sie zu einem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Krise, das wird auf längere Sicht starke Auswirkungen auf das Land haben.

Nach dem 11. September flimmerten in Europa Bilder von der patriotischen Welle in den USA über die Bildschirme. Wird sich das beim Irak-Krieg ändern, der ist ja nicht so leicht zu verkaufen wie der Feldzug gegen Afghanistan?

Dave: Was den Irak betrifft, so ist die Situation tatsächlich anders. Selbst viele Offiziere in der Armee wollen dort nicht einmarschieren. Ich bin mir nicht sicher, was die genaue politische Motivation innerhalb der Bush-Clique für den Irak-Feldzug ist. Es erscheint mir nicht logisch.

Peter: Was den Patriotismus betrifft: Ich bin ca. zwei Monate nach dem 11. September in die USA geflogen und habe dort fast niemanden getroffen, der sich positiv zum Krieg geäußert hat. Ich komme aus der Nähe von New York, selbst in meinem Heimatort haben Leute Angehörige bei dem Anschlag auf die Twin Towers verloren, waren also emotional betroffen. Trotzdem haben sie sich gefragt: „Warum bringen wir alle diese Menschen in Afghanistan um? Sie hatten ja nichts zu tun mit dem World Trade Center.“
Natürlich hat die Regierung den Patriotismus zu nutzen gewusst, für all diese reaktionären Gesetze. Und sie schüchtern die Leute weiter ein, indem sie obskure Falschmeldungen verbreiten, wie etwa, dass ein Anschlag auf die Golden Gate Bridge geplant sei, oder die Anthrax-Geschichte, wo jetzt bewiesen ist, dass das Gift aus einem US-Militärlabor gekommen ist.

Also glaubt ihr nicht, dass der Patriotismus tief in die Gesellschaft eingedrungen ist?

Dave: Ich war auch in den USA, von Februar bis Juni dieses Jahres. Während einer bestimmten Zeit hatten viele Leute die amerikanische Flagge auf ihren Autos. Aber mit Ende des Frühjahrs hat man immer weniger gesehen.

Peter: Ein Freund von mir, der den USA sehr kritisch gegenüber steht, hatte auch eine amerikanische Flagge auf seinem Auto. Als ich ihn gefragt habe: „Warum zum Teufel machst Du das?“, meinte er: „Weil alle Polizisten darauf schauen, ich möchte doch keinen Strafzettel bekommen.“ (lacht)

Was meint ihr zum neuen Spitzelsystem TIPS. Die VVAW-AI sind doch sicher davon betroffen.

Dave: Bespitzelt wurden wir immer. Jetzt versuchen sie so etwas wie ein „soziales Spitzelsystem“ zu etablieren. Es ist wirklich verrückt. Aber wenn man die gewöhnlichen Leute in den USA befragt, zeigen sie sich schockiert von der Idee und vergleichen das Ganze mit Maßnahmen in Nazi-Deutschland. Selbst rechtsgerichtete Menschen können sich mit dieser totalen Kontrolle des Staates nicht anfreunden.

Peter: Bush ist damals im Wahlkampf mit der Parole angetreten „Wir werden die Bundesregierung aus euren Augen schaffen“. Jetzt ist die Regierung im Leben der Amerikaner präsenter als jemals zuvor. Der Patriot Act ist ja bereits in Kraft. Mit diesem Gesetz hat das FBI etwa das Recht dazu, in den Bibliotheken nachzusehen, wer welches Buch entliehen hat. Wenn es sich dabei um eine „subversive“ Schrift handelt, zum Beispiel Catcher in the Rye(3) (lacht), das manche reaktionäre Christen gerne verbrennen würden, dann beginnen sie dich zu überwachen, deine Telefonleitung zu überwachen.
Aber ich glaube, das wird alles einen Gegenschlag erzeugen. Derzeit sind die Amerikaner noch sehr eingeschüchtert, aber sie werden sehr unzufrieden werden, mit all der Überwachung und der jetzt auftretenden sozialen Krise.

Sind die VVAW-AI auch von der Repressionswelle nach dem 11. September betroffen worden?

Dave: Unter Beobachtung standen wir schon immer. Aber sie nehmen nicht gerne Veteranen fest, das kommt in der öffentlichen Meinung nicht gut. Schließlich verwenden sie Veteranen gerne, um den Patriotismus anzuheizen.
Das hilft uns auch zeitweise: Etwa als Bush für den 11. November, dem Tag der Veteranen in den USA, die High Schools dazu aufgerufen hat, Veteranen für Vorträge einzuladen, natürlich um Stimmung für den Krieg zu machen. Meine Organisation hat es dann innerhalb einer Woche geschafft, Vorträge an Schulen in jedem Bundesstaat zu organisieren, wo wir gegen den Krieg auftraten.
Ich habe selbst bei meinem letzten Aufenthalt einen Tag auf einer Universität verbracht, wo ich zu verschiedenen Klassen sprechen konnte. Daraufhin wurde ich auch von einer Lehrerin dazu eingeladen, an ihrer High School zu sprechen. Das war großartig. Ich wurde mit den Worten vorgestellt: „Er ist ein Veteran des Vietnamkriegs und hat 1989 die amerikanische Flagge vor dem Kapitol verbrannt.“(4) Alle Schüler begannen nach meinen Ausführungen heftig zu diskutieren, selbst jene, die sich ansonsten laut der Lehrerin im Unterricht ziemlich still verhielten. Am Ende des Tages ging eine ganze Klasse durch die Schule und suchte nach amerikanischen Flaggen, die sie verbrennen konnten (lacht).

Derzeit läuft der Film „Wir waren Helden“ in den europäischen Kinos. Ist das ein Anzeichen dafür, dass sich das Bild von Vietnam in der amerikanischen Öffentlichkeit gewandelt hat, dass die patriotische Welle Erfolge zeitigt?

Dave: Filme mit diesem Inhalt gab es schon immer.

Aber früher war in den Vietnam-Filmen eine gewisse Kritik enthalten, ich erinnere etwa an „Apocalypse Now“ oder „Platoon“?

Dave: Aber es gibt auch die Chuck Norris-Filme und „Rambo“, diese Kriegsgefangenen-Filme, wo der Hauptdarsteller nach Vietnam reist, um seine Kumpel zu befreien. Das waren Filme, die die Geschichte umschreiben wollten. Dann hat Oliver Stone „Platoon“ gemacht, das war seine persönliche Geschichte. Niemand wollte ihm den Film finanzieren, er hat zehn Jahre gebraucht, um das Geld aufzustellen. Ich habe mit ihm gesprochen, das ist schon mehr als zehn Jahre her. Er hat uns damals unterstützt, als wir die amerikanische Flagge vor dem Kapitol verbrannt haben.
Und es gab auch Filme wie „Hamburger Hill“, die völlig an der Realität in Vietnam vorbeigingen. Ich war in Vietnam, als die 101ste Airborne Division, eine Eliteeinheit, diesen Hügel stürmen musste. 300 Soldaten starben damals bei dem Versuch, die Stellung einzunehmen, obwohl nur eine kleine Gruppe von Vietcong ihn verteidigte. Die Division war so unsagbar wütend auf ihren Offizier „Black Jack“ Honeycut, der sie immer wieder den Hügel hinauf geschickt hatte, dass sie ein Kopfgeld von 10.000 Dollar auf ihn aussetzten. Diese Episode wurde natürlich in dem Film verschwiegen.

Zum Abschluss…

Peter: Wir machen unsere Arbeit, weil es absolut notwendig ist, mit Soldaten in Kontakt zu treten. Diese Tradition ist in den USA nur mehr schwach erhalten. Während des Vietnamkriegs sind die Leute mit Flugblättern vor die Stützpunkte gezogen und haben Kaffeehäuser für GIs eingerichtet, wo sie an revolutionäre Literatur gelangen konnten. Es ist sehr wichtig für Soldaten, dass es außerhalb der Armee Zivilisten gibt, die sie unterstützen. Es würde viele Leute überraschen, wie offen Soldaten für unsere Ansichten sind. Die meisten von ihnen sind ja nur dort, weil sie sonst keine Arbeit finden. Wenn sie dann auf die interne Diktatur treffen, wachen viele von ihnen sehr bald auf. In einer Kriegssituation ist die Realität für sie noch viel spürbarer. Sie beginnen miteinander zu diskutieren und wenn dann Untergrund-Zeitschriften auftauchen, wie es in Vietnam der Fall war, verstehen sie recht bald, wer ihr Freund und ihr Feind ist.
Es ist daher für die Anti-Kriegsbewegung äußerst wichtig, mit Soldaten zu sprechen. Wir machen auch viel Arbeit unter der Jugend in Deutschland, halten Vorträge an den Schulen. Außerdem haben wir mit einem Projekt begonnen, den Widerstand im Vietnamkrieg in einem Film zu dokumentieren, weil die Erinnerung daran verloren gegangen ist. Einer der Hauptgründe, warum sich die USA aus Vietnam zurückziehen mussten, war schließlich der aktive Widerstand der Soldaten.

Wir danken für das Gespräch.

Das Interview führten Robert Fisch und Stefan Kainz Anfang August 2002.

(1) Mehr dazu im Internet unter der Adresse: http://www.angelfire.com/jazz/stwb/
(2) Im Original: „The Chickens have come home to roost“. Malcolm X wählte diesen Ausspruch, um das Attentat auf John F. Kennedy zu kommentieren. Sinngemäß meinte er damit, die Gewalt sei zu ihrem Ausgangspunkt zurückgekehrt.
(3) „Catcher in the Rye“, auf deutsch: „Der Fänger im Roggen“, von John D. Salinger, wurde 1951 veröffentlicht. Es handelt von einem jugendlichen Ausbrecher, der sich den Regeln des bürgerlichen Erwachsenwerdens widersetzt.
(4) Am 30. Oktober 1989 verbrannten vier Aktivisten die amerikanische Flagge auf den Stufen des US-Parlaments in Washington, darunter auch Dave Blalock. Dieser Protest richtete sich gegen das zwei Tage zuvor erlassenen „Flag Protection Act“, der diese Handlung erstmals unter Strafe stellte.