Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

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Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 3 September 2002

Die Negation der Negation

Über das antiimperialistische Moment des Islamismus


Selten noch war man sich bei der Lokalisierung des Feindes so einig. Während der christliche Konservativismus im „islamischen Fundamentalismus“ den Teufel ortet, tritt die Linke zur vermeintlichen Verteidigung der Aufklärung gegen die mittelalterliche islamische Reaktion an. Ein neuer den Westen vereinigender Kreuzzug gegen diesen neune Feind hat also begonnen – in einer Einmütigkeit, wie sie der Kampf gegen den Kommunismus, den Vorgänger des Islamismus als Inkarnation des Bösen, niemals vorweisen konnte.
Doch erst wenn man den historischen, politischen und sozialen Kontext betrachtet, erhält man Einsicht in die innere Widersprüchlichkeit des Phänomens, kann seine Dynamik erfassen und mögliche Entwicklungsvarianten skizzieren. Zwischen einer sozialkonservativen islamischen Orthodoxie und einem radikalen politischen Islamismus stehen jedenfalls Welten, die nicht unter den Begriff „islamischer Fundamentalismus“ zu subsumieren sind, bei dem es sich um einen Kampfbegriff des Westens handelt. Wir beschäftigen uns in der Folge hauptsächlich mit der zweiten Variante, die wir unter dem Begriff „politischer Islam“ oder „Islamismus“ am ehesten zu fassen vermeinen.
Vorab sei noch erwähnt, dass wir in der Folge eine allgemeine Einschätzung des politischen Islam unternehmen, die uns aber keineswegs einer konkreten Analyse Land für Land, Bewegung für Bewegung enthebt.

Sunnitische Orthodoxie

Die uns heute bekannte sunnitische Orthodoxie, die von der Prädestinationslehre und der daraus folgenden Akzeptanz der Klassenherrschaft geprägt ist, verfestigte sich in der Niedergangsperiode der islamisch-orientalischen Zivilisation und erstickte die aufklärerischen Tendenzen. Diese wurden vor allem durch die zahlreichen sozialreformerischen und sozialrevolutionären Bewegungen wie den Qarmaten oder Scheich Bedreddin repräsentiert, die tendenziell den denkenden und (bisweilen sogar kollektiv) handelnden Menschen in den Vordergrund rückten. Während in den Perioden der höchsten Entwicklung selbst die Elite mit der orientalischen Aufklärung sympathisierte, wie das die Erhebung der Mutazila zur Staatsreligion unter den Abbasiden belegt, so panzerte sich diese in dem Maße mit der Orthodoxie (Ibn Taimiyya), in dem sie zuerst aus dem Osten und schließlich aus dem Westen bedroht war.

Islamischer Reformismus

Dem durchschlagenden Erfolg des Kapitalismus in Europa, der sich schließlich in Form des kolonialen Imperialismus auf der ganzen Welt Bahn brach, versuchte ein Teil der orientalischen Eliten und der Intelligenz mit einem Reformprogramm zu begegnen. Weitgehend einig war man sich hinsichtlich der überragenden Bedeutung der Technik und der Notwendigkeit ihrer industriellen Nutzung zur Modernisierung. Während jedoch eine bedeutende Strömung dies mittels der Säkularisierung und eines westlich orientierten modernen Nationalismus erreichen wollte, beharrten wichtige Kräfte von Anfang an auf der Bedeutung des Islam in gesellschaftlicher, politischer und kultureller Hinsicht. So unterschiedlich die Konzepte der islamischen Reformer auch gewesen sein mochten, so ist ihnen doch gemeinsam, dass sie am universalistischen Anspruch des Islam festhalten und gleichzeitig auch dessen Kraft belegen.
Doch außer in der Türkei scheiterten letztendlich beide Strömungen daran, dass die sich in den Kapitalismus integrierenden herrschenden Klassen in immer festere Kooperation mit dem Imperialismus traten und zur Umsetzung der den westlichen Interessen abträglichen Reformen weder fähig noch willens waren.

Islamischer moderner Traditionalismus

Der säkulare Nationalismus wurde damit tendenziell nach links getrieben und nahm zunehmend sozialistische Züge an, wenn auch oft nur rhetorisch. Vielfach wurden die prowestlichen Eliten von der Macht beseitigt und eine eigenständige an die Sowjetunion angelehnte Entwicklung eingeleitet, die den Kapitalismus zwar nicht beseitigte, aber zumindest den Imperialismus für eine gewisse Periode zurückdrängte. Der Nasserismus war der höchste Ausdruck dieser Bewegung und konnte für mehrere Jahrzehnte nicht nur die Unterklassen, sondern auch einen bestimmenden Teil der Intellektuellen an sich binden.
Währenddessen hatte die islamische Strömung der Intelligenz auf das Scheitern der modernistischen Reformversuche genau gegenteilig reagiert. Sich rhetorisch zwar durchaus auch gegen den Imperialismus wendend, organisierte sie in Form der ägyptischen Moslembrüder Hassan al-Bannas Teile der Mittelklassen auf einem sozialkonservativen Programm, dass die Hauptgefahr im Klassenkampf ortete. So sehr diese erste moderne islamische Massenorganisation gegen den zersetzenden Einfluss des Kapitalismus wetterte und für die Rückkehr zu vermeintlich islamischen Werten eintrat, so sehr war sie gleichzeitig Produkt der kapitalistischen Gesellschaft, die diese nach einer eigenen Identität ringende Mittelklasse erst schuf. Noch mehr, politisch stabilisierte sie ihn sogar.
Durch die Periode des Kalten Krieges hindurch blieb diese Strömung die wichtigste Stütze des Imperialismus in den Massen des Nahen Ostens gegen den Nationalismus und Kommunismus. Von überragender politischer Bedeutung war dabei der Krieg gegen die Sowjetunion in Afghanistan, der unter islamischem Banner geführt wurde.

Iranischer Sonderweg

Die iranische Revolution stellt die erste schwere Erschütterung dieses Paradigmas dar.
Es muss vorausgeschickt werden, dass die Zwölfer-Schia, die iranische Staatsreligion, sich stark von der Sunna unterscheidet und politisch-sozial in gewisser Weise mehr Ähnlichkeiten mit dem Katholizismus aufweist, namentlich in der gewaltigen Macht des Klerus. Tatsächlich verfügt der sunnitische Islam praktisch über keine Priesterkaste. Die Ulama, die islamischen Gelehrten, sind entweder vom Staat abhängig und diesem in der einen oder anderen Form untergeordnet oder, wenn sie sich in Opposition befinden, haben keinen der Kirche nur im Ansatz vergleichbaren politisch-sozialen Machtapparat. Zwar ist der schiitische Klerus nicht so zentralisiert wie der katholische, doch verfügt er über ähnliche materielle Besitztümer und damit über eine politisch-soziale Unabhängigkeit.
Der Konflikt mit dem persischen Staat, der erfolglos kapitalistische Reformen kemalistischen Typs durchzuführen versuchte, akzentuierte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr. So traf die an Moment gewinnende Mobilisierung der Unterklassen auf zwei miteinander konkurrierende Führungen. Auf der einen Seite die Linke in Form der prosowjetischen Tudeh und auf der anderen Seite der Khomeinismus, der den verbreiteten Quietismus (Taqiyya) überwand, die sozialreformerischen Tendenzen im Schiitismus aufgriff und ihn in eine politische Bewegung formte. (Die dabei formulierte richtiggehende Staatslehre Wilayat al-Faqih geht sogar so weit, den schiitische Grundsatz, die weltliche Macht nicht anzuerkennen, zu konterkarieren.)
Warum letztendlich der politische Islam den Sieg davontrug, kann nicht in wenigen Sätzen beantwortet werden. Hier nur einige wenige Elemente: Khomeini hatte neben einem Teil der Unterklassen auch die Bazarbourgeoisie hinter sich, ebenso wie den Imperialismus, der ihn, nachdem sich der Schah als unhaltbar erwiesen hatte, gegenüber der Linken als kleineres Übel betrachtete. Doch das Hauptproblem scheint der politische Opportunismus Tudehs gewesen zu sein, die mit dem politischen Islam nicht nur einen vorübergehenden Block einging, sondern sich ihm politisch unterordnete. Wenn heute die Reste der im Exil isolierten Linken rückblickend jegliche Kooperation sowohl mit der Khomeini-Bewegung und selbst mit den linken Tendenzen des schiitischen Islamismus (Ali Schariati) radikal ablehnen, dann weichen sie der entscheidenden Frage aus. Denn gegen das US-Statthalter-Regime des Schah war eine Kooperation unvermeidlich, die Frage war nur, wie man die politische Selbständigkeit der Linken hätte bewahren können und nach dem Sturz des Ancien Regimes, vergleichbar mit der Februarrevolution, zum Oktober hätte übergehen können.

Niedergang des arabischen Nationalismus nach 1967

Die zerschmetternde Niederlage Nassers im Sechs-Tage-Krieg gegen Israel besiegelte in der Folge das Ende des arabischen Nationalismus, der einen selbständigen kapitalistischen Entwicklungsweg gesucht hatte. Zwar schien es anfangs, dass als Lehre aus dem Versagen ein sozialrevolutionärer Antiimperialismus Fuß fassen könnte. Doch der libanesische Bürgerkrieg, der höchste Ausdruck dieser Tendenz, zeigte sehr schnell die Schwäche der neuen kommunistischen Kräfte. Sie konnten nicht verhindern, dass der Konflikt seinen Schwerpunkt von einer klassen- zu einer interkonfessionellen Auseinandersetzung verschob, in der die Klasseninteressen nur mehr verkleidet zum Ausdruck kamen. Letztendlich erwies sich die historische Bürde des sowjetischen Verrats an der arabischen Revolution als zu schwer: zuerst hatten Moskau und seine lokalen Stellvertreter den Entente-Kolonialismus gerechtfertigt und schließlich sogar die Gründung Israels unterstützt. So wurde einer potentiellen kommunistischen Linken die Möglichkeit, den arabischen Nationalismus zu beerben, versperrt.
Ägypten wurde mit dem Vertrag von Camp David 1978 zur Hauptstütze der USA und Israels in der Region. Algerien, dessen Regime die formale Kontinuität mit dem antikolonialen Befreiungskrieg bis heute aufrecht zu erhalten vorgibt, ordnete sich in jeder Hinsicht wieder dem Imperialismus unter. Der Panarabismus, der immer die Armee und nicht die Volksmassen als Werkzeug der Geschichte verstand, war damit gescheitert.

Die Wende 1989-91

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Niedergang der antiimperialistischen und kommunistischen Bewegung bedurfte die USA nicht mehr der Unterstützung des politischen Islam gegen den verschiedenen Feind. Ihre globale Herrschaft leitete sie mit dem Krieg gegen den Irak ein, gegen den sie eine Heilige Allianz ins Feld zu führen verstand, die nicht nur Russland, sondern bis auf den Iran alle ausschlaggebenden Regime der Region mit einschloss.
Währenddessen bedeutete die Neue Weltordnung nur eine weitere Verschärfung dessen, was die Anfang der 80er Jahre einsetzende imperialistische Gegenoffensive brachte. Nicht nur schritt die Verarmung und Verelendung in bisher nicht gekanntem Ausmaß voran, sondern auch die politische Unterdrückung und kulturelle Unterwerfung der arabisch-islamischen Massen. Hinzu kam, dass die nach wie vor vorhandenen nationalen Aspirationen mit Füßen getreten wurden. Erneut diente die Palästina-Frage als Entzünder. Mit dem Oslo-Vertrag hatte der Imperialismus eine Lösung versprochen, doch diese vage Hoffnung zerstob nach nur wenigen Jahren an der nur noch gesteigerten zionistischen Aggression.
Inspiriert von der iranischen Revolution bot sich der Islamismus mit seiner antiwestlichen Rhetorik im politischen Vakuum als einzige Opposition an. Der erfolgreiche Widerstand der schiitischen Hisbollah gegen die zionistische Besatzung des Libanon diente als Katalysator. In der Folge konnte besonders in Algerien nach der Hungerrevolte von 1988 gegen das IWF-Anpassungsprogramm die islamistische FIS mit Sozialreformismus punkten. Während in Palästina die Linke im Schlepptau der PLO Arafats Kapitulation von Oslo maximal verschämt kritisierte, wurden die islamistischen Kräfte von Hamas und Dschihad erstmals zur führenden Kraft des Widerstands und dehnten ihren Einfluss von den Mittelschichten auf die Unterklassen aus.
Wirklich paradigmatisch ist jedoch der Wandel unter den „arabischen Afghanen“. Über ein Jahrzehnt wurden sie als Avantgarde des arabischen und vor allem ägyptischen Islamismus über das saudische Regime mit der aktiven Unterstützung der USA im Kampf gegen die Sowjetunion eingesetzt. Noch 1991 war ihre Unterordnung unter die strategischen Interessen der USA so groß, dass sie den Feldzug gegen den als säkular verteufelten Irak unterstützten. Doch nachdem die UdSSR sich aus Afghanistan zurückgezogen hatte und die USA mit ihrer globalen Herrschaft selbst als Hauptfeind des Islam erschienen, richtete sich der islamistische Terror immer mehr gegen die USA.
Der endgültige Bruch der arabischen Afghanen mit ihren ehemaligen Herren in Saudi-Arabien kam mit dem 11. September und dem Krieg gegen Afghanistan. Während sich der Königsfamilie Saud das politisch-wirtschaftliche US-Hemd näher als der ideologische islamistische Rock erwies, wandte sich Bin Laden nun auch gegen diese und rief öffentlich zu ihrem Sturz auf – wahrlich ein tiefgreifender Umbruch, wenn man die extrem sozialkonservative Haltung des wahabitischen Fundamentalismus (und da ist der Begriff gerechtfertigt) in Rechnung stellt.

Islamistischer Klassenkampf?

Es ist nicht zu erwarten, dass der Kern der militanten Afghanen, die im Wesentlichen aus Intellektuellen der ägyptischen Gamaa al-Islamiyya und den verbliebenen Resten des saudischen organisatorischen Apparats bestehen, zu einer sozialrevolutionären Haltung übergeht. So hat die Gamaa die Rückgängigmachung der nasseristischen Landreform durch das Mubarak-Regime ausdrücklich im Sinne der Sicherung des Privateigentums gutgeheißen – und das vor dem Hintergrund des extremen Elends der Fellachen, der armen Bauern.
Dennoch hat al-Qaida nicht nur dem Imperialismus, sondern auch seinen arabisch-islamischen Statthaltern den Krieg erklärt. Zwar hat insbesondere die Bin-Laden-Gruppe, aber auch viele andere islamistische Strömungen, eine ausgesprochen militaristische Konzeption, in der die Aktion der Massen kaum eine Rolle spielt, nichtsdestotrotz wird die Unterstützung für sie in den verarmten Massen weiter steigen.
Zudem muss bedacht werden, dass die wesentlichen Strömungen des politischen Islam, wie die Hamas in Palästina, die algerische FIS oder die libanesische Hisbollah sozialreformerische Projekte betreiben, die ihnen den Aufbau eines kapillaren Unterstützernetzes in den armen Klassen ermöglichten. In gewissen Grenzen treten sie sogar für die sozialen, demokratischen und kulturellen Rechte der Armen gegen die prowestlichen Diktaturen ein. So fördert die libanesische Hisbollah im Rahmen einer strengen Geschlechtertrennung die Bildung und die Berufstätigkeit von Frauen und unterhält dazu eigene Einrichtungen.
Die zunehmende soziale Verwüstung und die daraus resultierenden Konflikte und Kämpfe, in die große Teile der Unterklassen unter dem Banner des politischen Islam eintreten, trägt den Klassenkampf unausweichlich auch in die islamistische Bewegung. Einige Tendenzen werden dieses Moment aufgreifen, wie möglicherweise der Islamische Dschihad in Palästina, dessen Führungsgruppe vom Nasserismus kommt und der traditionell gegenüber der Linken - einschließlich offen als kommunistisch deklarierten Kräften - kooperationsbereit ist. Andere werden zum konservativen Traditionalismus zurückkehren und in diesen Strömungen den Hauptfeind erblicken. Innere Kämpfe und Spaltungen, in denen letztlich die Interessen der subalternen Klassen gegen jene einer konservativen Mittelschicht stehen, sind so vorprogrammiert oder vollziehen sich bereits.

Das Ende der Aufklärung

Für die vom Westen kolonisierten Völker blieben die westlichen Werte, die sich auf die Aufklärung berufen, immer zwiespältig, denn in ihrem Namen wurden sie unterworfen und ausgebeutet. Doch solange der Westen in Form der linken und kommunistischen Kräfte ein zweites Gesicht hatte, das zumindest den Anspruch erhob, die Werte der Aufklärung nicht nur formal zu proklamieren, sondern real beispielsweise durch den Kampf gegen den Kolonialismus durchzusetzen, konnte der emanzipatorische Charakter der Aufklärung trotz aller Bedenken auch bei den Unterdrückten erkannt werden. So waren die Befreiungsbewegungen auch mehrheitlich säkular-nationalistisch bis kommunistisch geprägt.
Doch diese bessere Seite des Westens ist spätestens seit 1989 gänzlich verschwunden – jedenfalls ist sie für die unterdrückten Völker nicht mehr wahrnehmbar. Die Linke hat sich der imperialistischen Bourgeoisie untergeordnet und sich dem Kreuzzug gegen den Islam im Namen eben dieser Aufklärung angeschlossen.
Nach dem Scheitern der säkular-nationalistischen und kommunistischen Bewegung in der islamischen Welt blieb den verarmten Massen zur Selbstverteidigung vielfach nur mehr der politische Islam. Der explizite Feind der Aufklärung war das einzig verbliebene Mittel zur Schaffung und Verteidigung einer eigenen Identität gegen die vielgestaltige imperialistische Aggression.

Alfred Klein