Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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 Aktuell

Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

 Ausgaben

Nr. 21 Herbst 2007
Nr. 20 Frühjahr 2007
Nr. 19 November 2006
Nr. 18 Mai 2006
Nr. 17 Februar 2006
Nr. 16 November 2005
Nr. 15 Juni 2005
Nr. 14 April 2005
Nr. 13 November 2004
Nr. 12 September 2004
Nr. 11 Mai 2004
Nr. 10 Jänner 2004
Nr. 9 November 2003
Nr. 8 September 2003
Nr. 7 Mai 2003
Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 3 September 2002

„Dem rassistischen Wahnsinn entgegenstellen“

Das International Action Center (www.iacenter.org), gegründet vom ehemaligen Justizminister Ramsey Clark, ist eine der aktivsten und prominentesten Organisationen im Kampf gegen die Kriegszüge der US-Administration. Dieses Dokument des IAC wurde am 11. September 2001, unweit der eingestürzten Twin Towers, verfasst.


Jeder hier wurde von den Ereignissen des heutigen Tages tief getroffen. Das International Action Center übermittelt allen, die den Verlust ihrer Lieben beklagen und den Tausenden Arbeitern, die sich heute im unteren Teil Manhattans aufgehalten haben, sein Mitgefühl und Beileid.
Während in diesem Moment Tausende Familien den Tod ihrer Angehörigen betrauern, nutzt die Bush-Administration diese menschliche Tragödie, um die Repression zu verstärken, indem sie die Kriegstreiberei des Pentagon vor allem im Mittleren Osten intensiviert.
Araber und Muslime in den Vereinigten Staaten berichten von rassistischen Belästigungen in ihrem Wohnviertel, am Arbeitsplatz und beim Besuch von Moscheen. Der antiarabische Rassismus ist ein Gift, das zurückgewiesen werden muss. Wir appellieren an alle, die Rassismus bekämpfen, sich Schulter an Schulter mit der arabisch-amerikanischen Gemeinschaft diesem rassistischen Wahnsinn entgegenzustellen.
Nach dem Bombenanschlag auf das Behördenhochhaus in Oklahoma City 1995 haben US-Regierung und Medien schnell spekuliert, arabische und islamistische Organisationen hätten die Tat zu verantworten; heute weiß jeder, dass der rechtsextreme Armeeveteran Timothy McVeigh die Tat begangen hatte.

Neue Kriegsgefahr

Das International Action Center ermahnt alle Kriegsgegner und fortschrittlichen Menschen, in höchster Alarmbereitschaft zu bleiben, um die Pläne der Bush-Administration und des Pentagon zu durchkreuzen, diese Krise als ein Sprungbrett für eine neue Aggressionsrunde gegen die Dritte Welt – insbesondere gegen die Menschen im Mittleren Osten – zu nutzen.
Im August 1998 schickte das Pentagon mörderische Cruise-Missile-Raketen gegen eine Medikamentenfabrik im Sudan. Ohne jeden Beweis rechtfertigte man dies mit dem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Kenia. Die Cruise Missiles zerstörten die pharmazeutische Fabrik von al-Shifa, die den größten Teil der sudanesischen Medikamente lieferte. Tausende Afrikaner starben in unmittelbarer Konsequenz der Bombardierung durch das Pentagon.
1983 befahl Präsident Ronald Reagan die Invasion Grenadas, kurz nachdem eine Autobombe in einer Marine-Kaserne im Libanon explodiert war. Unter Bush Senior starben am Heiligen Abend des Jahres 1998 2000 Panamesen, unter dem Vorwand des Krieges gegen die Drogen.
1986, nachdem man Syrien, Iran und mehrere Palästinenserorganisationen für eine Bombenexplosion in einer deutschen Diskothek verantwortlich machte, bombardierten US-Kampfflugzeuge die libyschen Städte Tripolis und Bengazi. Hunderte Zivilisten, darunter Kinder, starben im Schlaf, als die US-Luftwaffe diesen heimtückischen Angriff durchführte.
Wir rufen die AktivistInnen und die Menschen dieses Landes dazu auf, sich auf Proteste gegen eine neue, sich bereits abzeichnende Aggression des Pentagon vorzubereiten.
Die Bush-Administration wird die gegenwärtige Krise dazu nutzen, die weitere Aufrüstung auf Kosten von Wohnungsbau, Bildung, Gesundheitsvorsorge, Arbeitsplätzen und anderer menschlicher Bedürfnisse zu rechtfertigen.

Mehr staatliche Repression

Zur Zeit riegeln Militär, FBI und die lokale Polizei im ganzen Land große städtische Gebiete ab, blockieren Brücken, Tunnel und Straßen und mobilisieren ein gigantisches Aufgebot von Polizei und Nationalgarde. Dies alles offenbart ein fortgeschrittenes Stadium in der Planung zur Repression im Innern, die gegen die fortschrittliche und Arbeiterbewegung, sowie gegen Schwarze, Latinos, Asiaten, Araber und andere unterdrückte Gemeinschaften eingesetzt werden kann.
Dies alles sind Gründe, sich den Bestrebungen entgegenzustellen, die Befugnisse der Polizei unter dem Deckmantel der gegenwärtigen Krise zu erweitern.

Verstärkt die Solidarität

Die Menschen in New York und im übrigen Land dürfen der Bush-Administration und dem Pentagon nicht erlauben, ihre ehrlichen Gefühle von Schock und Verzweiflung zu instrumentalisieren, um die Reaktion zu schüren und den Repressionsapparat auszubauen. Dies wird den arbeitenden und unterdrückten Menschen dieses und jeden anderen Landes nicht helfen.
Die richtige Antwort auf die Ereignisse des heutigen Tages ist die verstärkte Solidarität mit den Familien und Freunden derer, die im World Trade Center und im Pentagon getötet oder verletzt wurden. Verstärkt die weltweite Solidarität mit den Menschen überall auf der Welt, die gegen Krieg, Armut und Ausbeutung kämpfen und verstärkt die Protestbewegung gegen neue Aggressionen des Pentagon.