Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung

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 Aktuell

Die Zeitschrift Bruchlinien hat eine Phase der Abwesenheit durchlebt. Nun erscheint sie wieder in neuer Form unter dem Titel "Intifada - Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand". Der Online-Auftritt bleibt jedoch weiter bestehen.

Podiumsdiskussion: Was war die Sowjetunion?

 

 Ausgaben

Nr. 21 Herbst 2007
Nr. 20 Frühjahr 2007
Nr. 19 November 2006
Nr. 18 Mai 2006
Nr. 17 Februar 2006
Nr. 16 November 2005
Nr. 15 Juni 2005
Nr. 14 April 2005
Nr. 13 November 2004
Nr. 12 September 2004
Nr. 11 Mai 2004
Nr. 10 Jänner 2004
Nr. 9 November 2003
Nr. 8 September 2003
Nr. 7 Mai 2003
Nr. 6 März 2003
Nr. 5 Jänner 2003
Nr. 4 November 2002
Nr. 3 September 2002
Nr. 2 Juli 2002
Nr. 1 Mai 2002

 

 Rezensionen

Filmkritik zu Snyders Verfilmung der Comicvorlage






Nr. 2 Juli 2002

Assassini

Am 20. Juli 2001, während der Protestaktionen gegen den G8-Gipfel in Genua, erschoss der Carabiniere Mario Placanica den jungen Globalisierungsgegner Carlo Giuliani.


Die Staatsanwaltschaft prüft zur Zeit den Sachverhalt, die Ermittlungen der Sachverständigen sollen Mitte Juli abgeschlossen werden. Allerdings drangen durch Indiskretionen Gerüchte an die Öffentlichkeit, die besagen, dass der Staatsanwalt die Archivierung des Falles beantragen könnte, da die Untersuchungen ergeben hätten, dass Placanica in Notwehr gehandelt habe. Der Anwalt der Familie Giuliani spricht von einem Skandal: Das tödliche Projektil wurde nie gefunden, ebenso seien so wichtige Beweisstücke wie Placanicas Pistole oder der Jeep der Carabinieri manipuliert worden. Placanica selbst habe sich bei den Aussagen wiederholt widersprochen und Sachverhalte behauptet, die durch Foto- und Filmmaterial widerlegt wären.
Carlos Vater, Giuliano Giuliani, kommentierte die Polemiken mit der Feststellung, dass ihm sowohl Indiskretionen als auch Untersuchungen gleichgültig wären. „Die einzige Gewissheit ist, dass mein Sohn erschossen wurde und dass die Verantwortung nicht bei einer Person liegt, sondern beim Staat.” (1)

(1) zitiert in: Alessandro Mantovani:”La pistola in parlamento”, Il Manifesto, 5. Juni 2002